Semester:
 
   
Modul 1: Einführung in die Medienkulturwissenschaft
 
   
Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens A

Dozenten: Dr. Kai Knörr, M.A. Anna Zaglyadnova
Termin: Mi 12-14 Uhr
Ort: NP 09.2.24
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Das Seminar führt ein in die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, Schreibens, Argumentierens: Über theoretische Lektüren und praktische Übungen nähern wir uns den wichtigsten Formen kulturwissenschaftlichen Arbeitens und Präsentierens (Texte lesen, Vorträge halten, Hausarbeiten und andere wissenschaftliche Texte schreiben).

Zusätzliche Informationen:
Testat: Abstract Hausarbeit (1 S.) BITTE IN BEIDE GRUNDLAGEN-KURSE (A+B) EINSCHREIBEN!!!
 
   
Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens B

Dozenten: Dr. Kai Knörr, M.A. Anna Zaglyadnova
Termin: Mi 12-14
Ort: NP 09.2.04
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA EMW 2. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Das Seminar führt ein in die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens, Schreibens, Argumentierens: Über theoretische Lektüren und praktische Übungen nähern wir uns den wichtigsten Formen kulturwissenschaftlichen Arbeitens und Präsentierens (Texte lesen, Vorträge halten, Hausarbeiten und andere wissenschaftliche Texte schreiben).

Zusätzliche Informationen:
Testat: Abstract Hausarbeit (1 S.) BITTE IN BEIDE GRUNDLAGEN-KURSE (A+B) EINSCHREIBEN!!!
 
   
Einführung in die Medienkulturwissenschaft 2: Medienkulturgeschichte

Dozent: Prof. Dr. Heiko Christians
Termin: Mo 16:15 - 17:45 Uhr
Ort: NP, 9.1.02
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 1
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Vorlesung
Leistungspunkte: 1
Zielgruppe: BA EMW
Teilnehmerbegrenzung: 90

Beschreibung:
Die Vorlesung führt als Ringvorlesung umfassend in die Medienkulturgeschichte ein. Ihre Grundlage sind die Artikel des Historischen Wörterbuchs des Mediengebrauchs, das auf 3 Bände angelegt ist und vom Studiengang aus konzipiert wurde.
 
   
Modul 3: Medienrecht und Kulturökonomie
 
   
Plan B: Zur Theorie und Praxis von Projektarbeit

Dozent: Dr. Kai Knörr
Termin: Do 10-14
Ort: NP 1.09.2.04
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 5
Zielgruppe: BA EMW
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Das Projektseminar beleuchtet ausführlich begriffliche und methodische Grundlagen der Medien- und Kulturarbeit. Dabei soll es hier nicht sofort um die Vermittlung standardisierter Verfahren gehen, sondern um die Entwicklung eigener reflektierter und prozessorientierter Arbeitsweisen. Mit welcher Art von Projekten können wir als Medienwissenschaftler*innen zu einer nachhaltigen, sinnstiftenden und lebendigen (Arbeits-)Welt beitragen? Was wären die Themen, die wir unbedingt projektförmig angehen müssten - und wieso? Im ersten Abschnitt des Seminars rekonstruieren wir Geschichte und Konjunkturen des Projektbegriffs, analysieren projektförmiges Denken und Handeln sowie die Querverbindungen zum Management als vorherrschender Führungskultur. Im zweiten Teil treffen wir Praktiker*innen aus unterschiedlichen Bereichen der Medien- und Kulturökonomie und befragen sie zu ihren Ansätzen und Projekt-Erfahrungen. Drittens schauen wir uns aktuelle Projektmanagement-Formate, digitale Tools und analoge Methoden vergleichend an. Welche Projekte bräuchte es, um den Weg in eine zukunftsfähige (Medien-)Ökonomie zu bahnen? Und gibt es eigentlich Aufgaben, die sich nicht als Projekt(e) darstellen lassen?

Zusätzliche Informationen:
Testat: Präsentation einer Projektidee 10-15 Min
 
   
"Was Männer kosten" - Repräsentationen von Männlichkeit in Statistik, Ökonomie, Medien (mit Boris von Heesen), Projektwoche

Dozent: Dr. Kai Knörr
Termin: Projektwoche Potsdam (15.-19.06.2026) und 1 Vorbereitungstermin im Mai
Ort: Zentrum f. Medienwissenschaften (ZeM)
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA-EMW
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Im Seminar beleuchten wir zeitgenössische Diskurse von Männlichkeit(en)und analysieren diese mit Hilfe von Materialien aus Statistik, Ökonomie und Reflektionen über mediale Formatierungen. Als Gast dabei ist Boris von Heesen, der als Wirtschaftswissenschaftler, Sozialmanager und Buchautor einen neuen Blick auf statistische Daten zu Männern eröffnet hat. Boris von Heesen hat Stationen bei der Diakonie in Bayern und der Drogenhilfe in Frankfurt am Main absolviert. Er ist Gründer eines der ersten deutschen Online-Marktforschungsinstitute. Heute arbeitet er als Männerberater und geschäftsführender Vorstand eines Jugendhilfeträgers. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich als gefragter Autor und Referent mit dem Thema kritische Männlichkeit und veröffentlichte mehrere Bücher zum Thema. Gemeinsam mit ihm wollen wir ein mediales "Inventar der Männlichkeit(en)" erarbeiten und in einer PopUp-Ausstellung visualisieren und präsentieren.

Zusätzliche Informationen:
Testat: Präsentation (10 Min) TBA: Termin für einen Vorbereitungstermin im Mai per ZOOM!
 
   
Geld als Medium - Der Digitale Kapitalismus und seine Folgen

Dozenten: Dr. Kai Knörr, Prof. em. Dr. Michael Mayer
Termin: Mi 14-18 (14täglich)
Ort: Neues Palais 1.09.2.04
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 3
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA-EMW
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Nach dem vom damaligen US-Präsidenten Richard Nixon 1971 dekretierten Ende des Goldstandards für den US-Dollar (Bretton-Woods-System) und der weltweiten Einführung freier Wechselkurse mit dem Dollar als Ankerwährung, schien sich geldpolitisch für Nationalstaaten und ihre Bevölkerungen, für internationale Finanzmärkte und -institutionen, für Zentral-, Privat- und Schattenbanken, Groß- und Kleinaktionäre, institutionelle Anleger, Spekulanten und Investoren erst einmal wenig zu ändern. Tatsächlich verlief der Übergang überraschend reibungslos. Was den Mainstream in Volkswirtschaftslehre und angrenzenden Disziplinen rasch zu dem Schluss führte, dass sich allenfalls in der Praxis im Umgang mit Geld etwas geändert habe, der Begriff des Geldes selbst aber unverändert geblieben sei. Was sich im Rückblick als Trugschluss herausstellen sollte. Tatsächlich markiert Nixons Entscheidung einen fundamentalen Bruch im Wesen des Geldes selbst. Denn mit der Entkopplung des Geldes von einem materiellen Substrat (hier: Gold), das seinen Begriff die letzten knapp dreihalbtausend Jahre regiert hatte, setzte nicht nur ein nahezu exponentielles Geldmengenwachstum zumal in den OECD-Staaten ein, das mit den etablierten Parametern ökonomischen Wissens ebenso wenig zu plausibilisieren ist wie dessen Konsequenzen – die exzessive Akkumulation und Ungleichverteilung von Reichtum – geldpolitisch noch zu bewältigen. Vor allem folgte der ökonomischen Dematerialisierung alsbald eine mediale (Implementierung des Internet in den 1990er Jahren) und zuletzt eine digitale Dematerialisierung des Geldes (blockchainbasierte Kryptowährungen ab den 2010er Jahren; Facebooks Libra, Digitalisierung des Dollar, des Euro etc.) auf dem Fuße, die tiefgreifende sozioökonomische, politische, kulturelle und mediale Verwerfungen nach sich zu ziehen begonnen hat. Das Seminar wird versuchen, diese Verwerfungen aus einer genuin medienwissenschaftlichen Perspektive in den Blick zu nehmen. Es geht dabei von der Überlegung aus, dass Geld kein bloßes Instrument oder Mittel ökonomischer Aktivitäten darstellt, sondern ein Medium sui generis, das das Selbst-, Intim-, Sozial- und Weltverhältnis des Menschen durchdringt, prägt und in spezifischer Weise ein-, zu- und ausrichtet – als Schuldverhältnis. Von hier aus erst soll beschreibbar werden, dass und warum der Digitale Kapitalismus der Gegenwart kein liberaler, auch kein neoliberaler, sondern ein originär libertärer Kapitalismus ist, der an einer demokratisch und rechtstaatlich verfassten Res Publica kein Interesse mehr zu haben scheint. Literatur: Aldo Haesler u.a: Kleine Philosophie des Geldes im Augenblick seines Verschwindens (2024). Aaron Sahr: Die monetäre Maschine (2022). Philipp Staab: Digitaler Kapitalismus (2019). Elena Esposito: Die Zukunft der Futures: Die Zeit des Geldes in Finanzwelt und Gesellschaft (2011). Joseph Vogl: Kapital und Ressentiment (2021). Ann Pettifor, The Production of Money (2017). Richard Duncan: The New Depression. The Breakdown of the Paper Money Economy (2012). Randall L. Wary, Modern Money Theory. A Primer on Macroeconomics for Souvereign Monetary Systems, 2012. David Graeber: Schulden, Gewalt und unpersönliche Märkte. Polanyianische Meditationen (2009). Anna Echterhölter: Im Zweistromland der Geldentstehungstheorie (2014). Walter Benjamin: Kapitalismus als Religion (1921). Giorgio Agamben: Kapitalismus als Religion (2017). Jacques Derrida: Wenn es Gabe gibt – oder „Das falsche Geldstück“ (1990). Film: Robert Bresson: Das Geld (F, 1983). Carmen Losmann: Oeconomia (D, 2020).

Zusätzliche Informationen:
Für den Erwerb der Credits (Testat) muss ein Protokoll (ca. zwei Seiten) angefertigt und vorgestellt werden. Die Einzelheiten besprechen wir in der ersten Sitzung.
 
   
Urheber-, Design- und Medienrecht im europäischen Kontext (Vorlesung mit integrierter Übung)

Dozent: Prof. Dr. Nico Heise
Termin: dienstags, 10 bis 13 Uhr
Ort: FH Potsdam, Hörsaal D/011
SWS: 3
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 3
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Vorlesung
Leistungspunkte: 3
Zielgruppe: empfohlen für BA 1. oder 2. Fachsemester
Teilnehmerbegrenzung: 90

Beschreibung:
Die Vorlesung behandelt die Grundzüge des Urheber-, Design-, Lizenz- und Äußerungsrechts im deutschen und im europäischen Kontext. Dazu gehören u.a. die Fragen, welche Werke urheberrechtlich geschützt sein können (z.B. Text, Fotografie, Film, bildende Kunst, Computerprogramme), wie ein Design eingetragen werden kann, wie lange der Schutz währt, wie Rechte lizensiert werden können und welche Möglichkeiten ein Rechteinhaber hat, gegen Rechtsverletzungen vorzugehen. Ein weiteres Thema der Vorlesung sind die Bedingungen und Limitierungen der (nicht nur journalistischen) Wort- und Bildberichterstattung. Besonders relevant sind dabei die unterschiedlichen Facetten des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts (Recht am eigenen Bild, Schutz der persönlichen Ehre) einschließlich des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung (Datenschutz). Neben den historischen und ökonomischen Hintergründen des Medienrechts werden wir insbesondere die großen Herausforderungen diskutieren, die sich aus der Entwicklung der digitalen Medien und des Internets für dieses Rechtsgebiet ergeben. Im Rahmen einer integrierten Übung werden wir das Gelernte anhand von praktischen Fällen trainieren.

Zusätzliche Informationen:
Abschluss: Klausur
 
   
Journalismus und Recht (Seminar)

Dozent: Prof. Dr. Nico Heise
Termin: donnerstags, 10 bis 12 Uhr
Ort: FHP D307
SWS: 2
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 3
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: ja
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: ab 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Reporter ohne Grenzen schätzen in ihrem aktuellen Bericht das rechtliche Umfeld für den Journalismus in Deutschland zwar als "grundsätzlich günstig" ein; zugleich konstatiert die Organisation, dass Reformen im Sicherheitsrecht grundlegende Rechte von Journalist*innen untergraben. Der Zugang zu Informationen sei vergleichsweise lückenhaft und die Medienvielfalt gerate zunehmend unter Druck. Insbesondere weibliche Medienschaffende, People of Colour und Reporter*innen, die über Genderthemen und Rassismus berichten, würden in den sozialen Netzwerken vermehrt angegriffen. Wir werden im Rahmen des Seminars die derzeitigen rechtlichen Rahmenbedingungen für die journalistische Arbeit in Deutschland und in anderen Ländern kennenlernen und analysieren. Dabei werden wir auch die Sphäre der Blogger und Influencer sowie den Einsatz von Chatbots und sog. künstlicher Intelligenz im Journalismus diskutieren.

Zusätzliche Informationen:
Das Seminar schließt an die Vorlesung zum Urheber-, Design- und Medienrecht an und setzt eine erfolgreiche Teilnahme an dieser Vorlesung in einem der vorhergehenden Semester voraus. Testat: Referat (10 Minuten)
 
   
Modul 4: Europäische Kulturgeschichte und Medienkulturgeschichte
 
   
"...aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen" - Geschichte der Sportberichterstattung

Dozent: M.A. Judith Pietreck
Termin: Do, 12-14 Uhr
Ort: NP, Haus 4, Raum 1.06
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: alle BA-Semester (und interessierte MAs)
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
In diesem Seminar wollen wir uns die Geschichte der Sportberichterstattung – mit Fokus auf Deutschland – anschauen. Diese beginnt natürlich weit vor dem titelgebenden Zitat von Herbert Zimmermann aus seiner ikonisch gewordenen Radio-Reportage zum ‚Wunder von Bern‘ (1954). Wir werden daher den Bogen von ersten Zeitungsberichten über Radio und Fernsehen bis zu aktuellen Streaming-Angeboten und Social Media schlagen. Neben theoretischen Texten zu gesellschaftlichen, medientechnischen und journalistischen Dimensionen der Sportberichterstattung werden wir uns auch Beispiele aus verschiedenen Epochen anschauen und analysieren. Dabei wird sich immer wieder zeigen, wie sehr Sportberichterstattung in gesellschaftliche und politische Themen verstrickt ist - vom Einsatz als Propagandainstrument, über nationale Identitätsstiftung, bis zur Rolle der Frau in der deutschen Nachkriegsgesellschaft usw. Die politische Dimension zeigt sich aktuell auch in der Berichterstattung über die Fußball-WM 26 in Kanada, Mexiko und den USA, an der wir dieses Semester natürlich auch nicht vorbeikommen werden. Testat: eigene Sportberichterstattung | Umfang: ca. 2 Seiten Text oder ca. 2 Minuten Film/Ton (die Einzelheiten besprechen wir im Seminar)
 
   
Leseorte (Bröllin: 'Verortungen')

Dozent: Prof. Dr. Heiko Christians
Termin: 15. - 19. Juni 2026
Ort: Kulturgut Bröllin
SWS: 2
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 4
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Wo lesen sie am liebsten - oder überhaupt? Und was? Und wie genau? Mehrfach, überfliegend, mit Pausen? Und beeinflusst der Ort die Art und Wahl ihrer Lektüre? Wenn ja, wie? Darüber ist viel nachgedacht worden. Der empfindsame Mensch las gerne unter einem Baum in der Natur. Der moderne Mensch liest entspannt in der U-Bahn, während er mit Höchstgeschwindigkeit durch ein dunkles Tunnelsystem gejagt wird. Begibt er sich in einen bewussten Gegensatz zu dem, was passiert - oder passt sich sein Lesen dieser hochmobilen Umgebung an? Leseorte bergen so viele Fragen. Sie bieten uns eine Perspektive auf das Lesen, die wir sogar vor Ort ausprobieren können. Wir wechseln ja von drinnen nach draußen, vom Gemeinschaftsraum in die Sitzecke am Ende des Gartens oder Flurs. Was macht ein Ort mit unserem Lesen? Das werden wir hoffentlich herausfinden! Und zwischendurch sprechen wir auch übers Hören. Was macht das Podcasting mit Lesen? Eine deutliche jüngere Frage. Literatur: Irina Hron et al. (Hg.), Leseszenen. Poetologie - Geschichte - Medialität, Heidelberg (2020); Michael Hagner, Die Lust am Buch, Berlin (2019); Matthias Bickenbach, Bildschirm und Buch. Versuch über die Zukunft des Lesens, Berlin (2023); Christoph Engemann, Die Zukunft des Lesens, Berlin (2025). Testat: Präsentation

Zusätzliche Informationen:
Thema der Projektwoche: 'Verortungen' Medien schaffen bzw. definieren Räume und Orte. Sie werden an Orten und in Umgebungen genutzt, aber sie schaffen auch ihrerseits Umgebungen. Auf dem Kulturgut Bröllin, das ein besonderer Ort ist, wollen wir mit den TeilnehmerInnen verschiedener Seminare und Projekte ausführlich über diese Relation ‚Medium/Ort/Umgebung‘ sprechen und uns produktiv mit ihr auseinandersetzen.
 
   
KI Geschichte(n). Entwicklung einer Technologie und ihrer Narrative

Dozent: Dr. Theresa Züger
Termin: Mo, 12-16 Uhr (14-tägig), Start 13.4.
Ort: FHP D 223
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2 ECTS
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Künstliche Intelligenz ist ein aufgeladener Sammelbegriff. Ihn allein als Name eines Teilbereichs der Informatik zu verstehen, würde zu kurz greifen. KI ist ebenso ein kulturelles Phänomen. Mit ihm verbunden sind zahlreiche gesellschaftliche Narrative, utopische wie dystopische Fantasien und wesentlich materialisierte Vorstellungen, die wir in diesem Seminar erkunden werden. Methodisch abwechslungsreich und interaktiv nähern wir uns Narrativen und Manifestationen: von Science Fiction Filmen, über nationale KI Strategien, den Ideologien des Silicon Valley und gesellschaftspolitischen Diskursen um KI, beispielsweise als Nachhaltigkeitsstechnologie oder automatisierte Kriegsmaschine, beleuchten wir, welche Vorstellung von KI formuliert werden und wie sie in Wechselwirkung mit ihrer materiellen Umsetzung das herstellen, was jeweils unter KI verstanden wird. Wir widmen uns der Geschichte der Künstlichen Intelligenz in der Informatik als auch einem grundlegenden technischen Verständnis von dem, was heute zumeist technisch mit KI gemeint ist, dem Maschinellen Lernen. Das Seminar endet mit einer dialogischen Session im Austausch mit Informatiker*inner und gibt den Teilnehmenden die Gelegenheit zu fragen, was sie eine/n Informatiker*in schon immer zu KI fragen wollten, sich aber nie getraut haben.

Zusätzliche Informationen:
Testat: 10-15 Minuten Vortrag mit Präsentation als Zusammenfassung für die Mitstudierenden über je ein KI-Narrativ (Zuteilung erfolgt im Seminar).
 
   
Kurz und schmerzlos - Postmigrantisches Kino

Dozent: Ugur Yildirim
Termin: Mi, 14-18 Uhr (14-tägig)
Ort: FHP Casino & AM Neuen Palais Haus 9, Raum 2.04
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Das Seminar untersucht das postmigrantische Kino in Deutschland anhand der Filme von Fatih Akin, dessen frühe Werke Anfang der 2000er Jahre maßgeblich zum Durchbruch des deutsch-türkischen Kinos beitrugen. Gemeinsam sichten und analysieren wir zentrale Filme Akins und diskutieren Themen wie Migration, Identität, transkulturelle Ästhetiken und gesellschaftliche Repräsentation. Das Buch Fatih Akin - Transkulturelle Visionen von Stefanie Klos dient als Grundlage für die Textarbeit im Seminar. Geplante Gastbeiträge bieten zusätzliche Einblicke in Praxis. Die Filme werden in chronologischer Reihenfolge im Kinosaal des FHP Casinos gezeigt und besprochen.

Zusätzliche Informationen:
Die aktive Teilnahme am Seminar ist Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss. Das gemeinsame Sichten und die gemeinsame Besprechung der Filme sind nur im Rahmen der Präsenzveranstaltungen möglich. Testat: Als schriftliche Leistung ist eine Sequenzanalyse (1–2 Seiten) zu einem Film von Fatih Akin anzufertigen.
 
   
Post-Ostdeutsches Erinnern

Dozent: Dr. Paul Heinicker
Termin: Mo. 10:00 -11:30
Ort: FHP D103
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 4
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: S
Leistungspunkte: 2 CP
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Wie wird Ostdeutschland heute erinnert – und von wem? Neben der Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus ist die Auseinandersetzung mit der SED-Diktatur ein zentraler Bestandteil der bundesdeutschen Erinnerungspolitik. In regelmäßigen Abständen, etwa zu Jahrestagen wie dem Tag der Deutschen Einheit, wird dabei auch immer wieder gefragt, wie weit die Annäherung zwischen Ost und West tatsächlich fortgeschritten ist und ob Ostdeutschland „anders bleibt“. Solche Debatten prägen öffentliche Erinnerungskulturen, lassen jedoch häufig andere Perspektiven im Hintergrund. Das Seminar versteht sich als Einführung in zentrale Fragen der Ostdeutschlandforschung mit einem besonderen Fokus auf Erinnerungskultur. Während diese Debatten häufig in der Geschichts- oder Sozialwissenschaft geführt werden, interessiert uns im Seminar vor allem ihre mediale Dimension: Wie werden ostdeutsche Erfahrungen erzählt, dargestellt und weitergegeben? Welche Bilder, Narrative und Formen des Erinnerns prägen das Verständnis der Transformationszeit nach 1990? Neben offiziellen Formen des Gedenkens richtet das Seminar den Blick auch auf individuellere und oft weniger sichtbare Erinnerungskulturen: auf familiäre Erfahrungen, Brüche der Nachwendezeit oder das, was lange unausgesprochen bleibt. In Anlehnung an psychoanalytische Perspektiven – etwa bei Annette Simon – diskutieren wir dabei auch die Rolle von Schweigen, Verdrängung und Vergessen als Teil gesellschaftlicher Erinnerungsprozesse. Im Seminar lesen wir verschiedene theoretische Positionen aus der Ostdeutschlandforschung und diskutieren, wie sich der Begriff „ostdeutsch“ selbst verändert. Dabei verstehen wir ihn weniger als stabile geografische Kategorie, sondern als relationale Zuschreibung, die immer auch ein implizites „Westdeutsch“ mitdenkt. Gleichzeitig interessiert uns, wie fragil und wandelbar diese Kategorie ist – und wie sie sich mit anderen Perspektiven, etwa migrantischen Erfahrungen, vergleichen lässt. Neben theoretischen Texten beschäftigen wir uns auch mit künstlerischen, literarischen und gestalterischen Positionen der Gegenwart. Besonders die Nachwendegeneration beschreibt in Literatur und Essays neue Formen des Erinnerns – etwa bei Autor:innen wie Anne Rabe, Charlotte Gneuß oder Sabine Rennefanz. Anhand solcher Beispiele diskutieren wir, wie sich gegenwärtige ostdeutsche Selbstbeschreibungen verändern und welche neuen Fragen dabei entstehen. Das Seminar kann unabhängig besucht werden, bildet jedoch zugleich die theoretische Brücke für den parallel angebotenen Praxiskurs „Postostdeutsche Diagramme“, in dem die diskutierten Fragen experimentell in visuelle und diagrammatische Formen übersetzt werden. Testat: Kurze Analyse (ca. 2–3 Seiten) eines Beispiels zeitgenössischer ostdeutscher Erinnerungskultur (z. B. literarischer Text, künstlerisches Projekt, Medienbeitrag) unter Bezug auf eine im Seminar diskutierte Theorieposition.

Zusätzliche Informationen:
Referenzliteratur: Hanna Haag (2018): Im Dialog über die Vergangenheit: Tradierung DDR-spezifischer Orientierungen in ostdeutschen Familien. Wiesbaden: Springer VS. Lydia Lierke und Massimo Perinelli (Hg.) (2020). Erinnern Stören: Der Mauerfall aus migrantischer und jüdischer Perspektive. Berlin: Verbrecher Verlag. Thomas Ahbe (2013). Die ostdeutsche Erinnerung als Eisberg: Soziologische und diskursanalytische Befunde nach 20 Jahren staatlicher Einheit. In: Elisa Goudin-Steinmann, Carola Hähnel-Mesnard (Hg.): Ostdeutsche Erinnerungsdiskurse nach 1989. Narrative kultureller Identität. Berlin: Frank & Timme, S. 27-58. Ulrike Gerhardt (2024). Ostfuturistisches Erinnern: Die Transformationszeit in postsozialistischer Videokunst, Berlin: De Gruyter.
 
   
Modul 5: Medienkunst
 
   
Worum geht es beim Social-Media-Verbot? Eine medienwissenschaftliche Diskursanalyse

Dozent: Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: montags 16-17:30 Uhr (Beginn 15 min früher)
Ort: UP, Neues Palais, 8.0.64
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Das Lehrforschungsseminar analysiert die derzeitige Debatte um Social-Media-Verbote, die sich an verschiedenen Altersstufen festmacht. Im Zentrum dieser Debatte stehen Argumente wie Jugendschutz und mentale Gesundheit, Desinformation sowie die süchtig-machenden Strukturen der Apps. Nicht weniger als die Kindheit soll gerettet werden, wobei es auch darum geht, wann die Nutzung von Social-Media auch für Erwachsene problematisch ist. Die Debatte ist von zahlreichen Grundannahmen geprägt, die wir strukturieren und historisch herleiten werden, aber auch anhand des "adictive Design" von Apps abgleichen werden. Wir werden dazu Disziplinen und Forschungsansätze streifen wie die Psychologie, die Bildungswissenschaft oder die kritischen Plattform Studies. Um die verschiedenen Aussagen im Diskurs zu ordnen, nutzen wir die Methode der Diskursanalyse, die wir auf Medien wie Zeitungsartikel, Filme und Bücher anwenden. Ein weiterer Strang des Seminars wird historisch sein und fragen, wie und wann sich die Vorstellungen von Konzentration und Aufmerksamkeit entwickelt haben, aber auch, inwiefern sich das Ideal eines unverstellten (Natur-)Zugangs zur Welt in der Debatte wiederfindet. Denn einige der Grundannahmen wie soziale Isolation, Verdummung, Suchtgefahr und Zerstreuung sind aus der Geschichte der Medien altbekannt. Das Seminar erfordert die Lektüre verschiedener Textsorten sowie die Lust am kritischen Denken und diskutieren. Bestenfalls haben wir am Ende des Seminars eine gewichtete Haltung zum Thema entwickelt, die dem komplexen Thema gerecht wird.

Zusätzliche Informationen:
Testat: Diskursanalyse (2-3 Seiten) Bitte beachten: Das Seminar wird immer um 16:00 (nicht um 16:15) beginnen und endet dann 17:30.
 
   
Streit um Kunst – zwischen Freiheit, Autonomie und Kulturkampf

Dozent: M.A. Vanessa Oberin
Termin: Mi 14-16 Uhr
Ort: NP 11.1.22
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Spätestens seit der Debatte um die documenta fifteen sind die Begriffe der Kunstfreiheit und der ästhetischen Autonomie Gegenstand eines neu entfachten Streits um die Kunst: Was darf Kunst? Was soll Kunst? Wie steht es um ihre gesellschaftliche Verantwortung und wo liegen die Grenzen ihrer Politisierung? In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit den historischen Ursprüngen und den gegenwärtigen Kontroversen um Kunstfreiheit und Kunstautonomie. Die Kunstfreiheit ist in Deutschland durch Artikel 5 des Grundgesetzes garantiert, also ein rechtlicher Schutz für Kunstschaffende und ihre Werke vor staatlichen Eingriffen – doch endet sie dort, wo die Rechte anderer durch Kunst eingeschränkt werden. Ästhetische Autonomie verweist auf das seit Kant gehegte Ideal der Zweckfreiheit: Kunst soll frei von moralischen, ideologischen oder politischen Indienstnahmen sowie ökonomischen Verwertungskontexten sein. Auch dies ist nicht immer (oder immer seltener) der Fall: Der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich spricht von ‚postautonomer‘ Kunst, da die Übergänge zu Aktivismus und Konsumpraktiken längst fließend geworden sind. Im Seminar widmen wir uns dem Thema multiperspektivisch, mit historischen Rückgriffen und aktuellen Fallbeispielen. Ziel des Seminars ist einerseits die Sensibilisierung für den ästhetischen Eigenwert und die Eigengesetzlichkeit von Kunst, und andererseits die Befähigung zur kritischen Einordnung der Instrumentalisierung von bzw. der Angriffe auf Kunst. Die Teilnehmer*innen sind eingeladen, sich aktiv in die Seminargestaltung einzubringen und mit Referaten in die jeweiligen Wochenthemen einzuleiten. Das Themenspektrum umfasst: historische Theorien der Kunstautonomie, Provokationen der künstlerischen (Neo-)Avantgarden, Kunst(un)freiheit in der DDR, Gewalt in der Performancekunst, Fragen von Repräsentation und kultureller Aneignung, Institutionskritik, die Verwendung von (lebenden und toten) Tieren in der Kunst, Grenzgänge von Kunst und Aktivismus, aktuelle Antisemitismus-Debatten und Angriffe auf die Kunstfreiheit von Rechts, das Kunstwerk im Zeitalter generativer KI sowie die Frage nach dem Ende ästhetischer Autonomie. Testat: Referat (10 Min.)

Zusätzliche Informationen:
Literatur (Beispiele): Immanuel Kant: Kritik der Urteilskraft, 1790; Friedrich Schiller: Über die ästhetische Erziehung des Menschen, 1795; Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit, 1935; Theodor W. Adorno: Ästhetische Theorie, 1970; Linda Nochlin: Why Have There Been No Great Women Artists?, 1971; Peter Bürger: Theorie der Avantgarde, 1974; Hito Steyerl: Duty Free Art, 2017; Juliane Rebentisch: Theorien der Gegenwartskunst, 2021; Bettina Paust, Laura-Mareen Janssen (Hg.): Lebende und Tote Tiere in der Kunst – Fragen, Probleme, Perspektiven, 2019; Birgit Eusterschulte, Christian Krüger (Hg.): Involvierte Autonomie. Künstlerische Praxis zwischen Engagement und Eigenlogik, 2022; Wolfgang Ullrich: Die Kunst nach dem Ende ihrer Autonomie, 2022; Peter Laudenbach: Volkstheater: Der rechte Angriff auf die Kunstfreiheit, 2023; Daniel Martin Feige, Michael Lüthy (Hg.): Kunstautonomie. Positionen zu einer Kontroverse, 2025.
 
   
Bildschirmanordnungen (Bröllin: ‚Verortungen‘)

Dozenten: Prof. Dr. Kathrin Friedrich, Dr. Susanne Müller
Termin: 15. - 19. Juni 2026 sowie 20. Mai 2026 (16-18)
Ort: Bröllin
SWS: 2
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 5
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Bildschirme und mobile Displays sind eine zentrale Schnittstelle medienkünstlerischer Praxis – neben der Rezeption von Medienkunst in Ausstellungsräumen oder online sind auch Entwurfspraxen auf die Nutzung von Displays verschiedener Art angewiesen. Bildschirme als materielle Objekte sowie als mediale Schnittstelle ermöglichen und ‚ordnen‘ Wahrnehmung, Gestaltung und Interaktion. Neuerlich werden zunehmend mobile Bildschirme wie Smartphones und Head-mounted Displays für medienkünstlerische Arbeiten genutzt und versprechen im Zusammenspiel mit Augmented oder Virtual Reality erweiterte und immersive Medienerlebnisse. In der Projektwoche setzen wir uns mit verschiedenen Bildschirmanordnungen in der Medienkunst und grundlegenden medientheoretischen Fragen zu Wahrnehmung, Räumlichkeit und Interaktion auseinander. Neben Inputs durch die Dozentin basiert die Arbeitsweise insbesondere auf Recherche und Analyse in Arbeitsgruppen sowie einer Präsentation der Ergebnisse am Ende der Projektwoche (Testat). Zur Vorbesprechung und Findung der Arbeitsgruppen treffen wir uns am 20.5. um 16.00 online oder am Neuen Palais (weitere Informationen folgen). Die Teilnahme an der Vorbesprechung ist obligatorisch.

Zusätzliche Informationen:
Thema der Projektwoche: 'Verortungen' - Medien schaffen bzw. definieren Räume und Orte. Sie werden an Orten und in Umgebungen genutzt, aber sie schaffen auch ihrerseits Umgebungen. Auf dem Kulturgut Bröllin, das ein besonderer Ort ist, wollen wir mit den TeilnehmerInnen verschiedener Seminare und Projekte ausführlich über diese Relation ‚Medium/Ort/Umgebung‘ sprechen und uns produktiv mit ihr auseinandersetzen.
 
   
Phänomenologie der erweiterten Realität

Dozent: M.A. Anna Zaglyadnova
Termin: Mo 12-14
Ort: NP 8.0.59
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Edmund Husserl versteht die Phänomenologie als „Erste Philosophie“, also als grundlegende Wissenschaft, die sich mit den Bedingungen des Erkennens beschäftigt. Im Mittelpunkt steht dabei das, was uns in der Erfahrung direkt gegeben ist. Husserl, der als Begründer der Phänomenologie gilt, betont, dass Bewusstsein immer auf etwas gerichtet ist und dass die „Phänomene“ selbst Gegenstände unserer Erfahrung sind. Maurice Merleau-Ponty greift Husserls Gedanken auf und sieht den menschlichen Körper als zentrales Medium, durch das wir die Welt wahrnehmen und mit ihr in Beziehung treten. In Umgebungen der erweiterten Realitäten (wie z.B. Virtual und Mixed Realities), in denen unsere Wahrnehmung durch technische Medien vermittelt wird, stellt sich die Frage, wie diese Vermittlung unser Erleben und Bewusstsein verändert. Technologisch vermittelte Räume, denen das Physische und Unmittelbare fehlt, fordern somit zentrale Annahmen der Phänomenologie heraus. Ziel des Seminars ist es, grundlegende Konzepte der Phänomenologie kennenzulernen und auf die erweiterten Realitäten zu übertragen. Wichtige Themen sind dabei Körperbild, Leiblichkeit, Intersubjektivität, Interkorporalität und Ästhetik.

Zusätzliche Informationen:
Testat: Essay
 
   
The Earth Is Turning. Can You Hear It? Reflections on the Art of Sonification.

Dozent: M.Mus. Simon-Mary Vincent
Termin: Di, 14-15:30
Ort: FHP D 103
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2 ECTS
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
“Music is continuous, it is only listening that is intermittent.” John Cage. Sonification is mostly regarded as the technique of rendering sound in response to data and interactions, examples of which might be Charles Dodge’s iconic 1970 “Earth’s Magnetic Field” album and – in reverse – Lucio Arese’s more recent “Visuals From Bird Songs” project. This seminar will explore practically and theoretically the concept of sonification in not only this sense but also a wider sense of “per-sonification”, i.e. the creation and emitting of sound to annouce presence, to understand our emotions and surroundings and to create shared narratives. While a traditional understanding of sonification is linked to “modern” electro-acoustic technology, practice and indeed an unavoidable human interpretation of its results, we will also listen to how performers and composers worldwide have for centuries attempted to depict, sonify and per-sonify their environment and situation through song, rhythm, texture and the body. Such examples range from the Nuoso people of southwest China, the flamenco dancers of Cordoba, the Mitsogo people of Gabon, Ojibwe Anishinaabekwe dress dancer Aerius Benton-Banai and Aboriginal and Torres Strait Islander peoples to film soundtracks, the cosmic narratives of Alice Coltrane and Sun Ra, and modern “voicings” of artists such as Billy Eilish, James Blake, Kamasi Washington, E L U C I D and RAYE. In the course of the semester, small practical and theoretical excercises will be used to guide us through the concepts and materials, and in addition some excursions will be planned which will be discussed at the beginning of the seminar. Ample materials will be provided however any suggestions from students are, as always, warmly welcomed. No musical experience is necessary in order to participate in the seminar. All students are expected to complete a small assignment by the end of the seminar, which will be outlined at the first session.

Zusätzliche Informationen:
Please note: This seminar will be held in English.
 
   
Utopia/Dystopia revisited

Dozent: Karin Michalski
Termin: 15.6.-19.6., täglich während der Projektwoche
Ort: verschiedene Kunstorte in Berlin
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 5
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Nationale und internationale Konflikte, Folgen von Katastrophen, aber auch von sozialen Missständen, befördern in kulturwissenschaftlichen und künstlerischen Arbeiten immer wieder Szenarien und Denkfiguren, die das jeweilige Potential einer Situation um- oder weiterdenken lassen. Hierbei entstehen oft utopische bzw. dystopische Zukunftsvisionen, die wiederum Rückschlüsse auf die Analyse der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situationen zulassen und auch Vorschläge für eine Neubetrachtung historischer Bedingtheiten machen. “The here and now is a prison house. We must strive, in the face of the here and now’s totalizing rendering of reality, to think and feel a then and there. Some will say that all we have are the pleasures of the moment, but we must never settle for that minimal transport; we must dream and enact new and better pleasures, other ways of being in the world, and ultimately new worlds.” J. E. Munoz, Cruising Utopia Das Seminar wird sich mit kulturwissenschaftlichen Texten beschäftigen insbesondere aus dem Bereich der postcolonial/decolonial und feministisch-queeren Theorie und diese mit aktuellen Beispielen der Video- und Performance-Kunst in Verbindung setzen. Das Seminar will Raum schaffen für die Reflexion, was utopisches Denken und Handeln heute bedeuten könnte. Das Seminar wird u.a. an Ausstellungsorten stattfinden bzw. tiefergehende Einblicke in aktuelle Ausstellungen geben und diese in Bezug setzen mit den Seminar-Themen. Zum Beispiel in den Ausstellungen von Marina Abramović 'Balkan Erotic Epic. The Exhibition' im Gropius Bau (Marina Abramovićs fortwährendes Interesse an Ritualen, Erotik, Tod und dem Körper als Ort politischen Widerstands) und die Ausstellung zum Fotografen Peter Hujar u.a. zur AIDS-Krise und die Gentirifizierung New Yorks in den 1980ern,'TRUTH' von Shilpa Gupta im Hamburger Bahnhof (an der Schnittstelle von Sprache, Macht und Kontrolle) sowie die Kyiv Biennal A Bird That Cannot Land beim KW Institute for Contemporary Art.

Zusätzliche Informationen:
Nach Anmeldung zum Seminar werden genauere Angaben zum Seminarplan via Mail verschickt. Englischkenntnisse sind Voraussetzung für die Teilnahme am Seminar, da die Texte und Video-Beispiele zumeist in englisch sein werden. Das Semninar ist für alle BA Studierende. Testat: Referat (10 min.)
 
   
Modul 6: Theorien, Formen und Geschichten des Wissens
 
   
Imagining Climate Change – A Critical Introduction to Science and Climate Communication

Dozent: Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: montags, 10-12 Uhr
Ort: Neues Palais, 8.0.59
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Diese Veranstaltung findet auf Englisch statt. Sie wird gemeinsam für die BA-EMW-Studierenden und die Studierenden des internationalen Studiengang "Science Climate, Earth, Water, Sustainablity" (CLEWS) veranstaltet. How can we imagine climate change? How to talk about climate change in a way that makes a difference? By now it has become clear that there is no easy path from science to action, from numbers to people's minds. This seminar will cover the basics of climate change and science communication, taking a broad view of the topic, but with an esspecially strong focus on imagination, story telling, scenarios and climate futures. Narratives, images and metaphors, different media formats from press releases to films to climate games, show the diversity that already exists in communication and imagination. Yet the seminar also takes international perspectives, asks about the emotions that prevent communication, and highlights the importance of climate justice.

Zusätzliche Informationen:
Da die Studierenden von CLEWS das Modul mit einer Projektarbeit (Abgabe 30.9.) abschließen, ist es erwünscht, wenn sich EMW-Studierende diesen Projekten für Extra-Credits in Modul 10 oder 11 anschließen bzw. diese mit entwickeln (Projektarbeit). Testat: Reading Response (2-3 Seiten)
 
   
Medienökologien der Obdach- und Wohnungslosigkeit

Dozent: M.A. Alexander Schindler
Termin: Fr 14-18 (zweiwöchentlich)
Ort: NP 4.1.06 jedoch ca. 3 Exkursionen in Berlin
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA ab 3. FS
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Ausgangslage: Die Welt steht vor einer beispiellosen Wohnraumkrise. Nach Schätzungen von UN-Habitat sind weltweit 318 Millionen Menschen obdachlos, während 2,8 Milliarden Menschen – über ein Drittel der Weltbevölkerung – keinen Zugang zu angemessenem Wohnraum haben. Vor dem Hintergrund des sozialen Fortschritts, mit dem politische und wirtschaftliche Weichenstellungen seit Jahrzehnten gerechtfertigt werden, untergraben diese Zahlen moderne Vorstellungen von Menschenwürde (Vereinte Nationen 2025). In Europa zeigt sich diese Krise besonders in Metropolregionen. Großstädte wie Berlin, deren Wachstum auch daran gemessen wird, ob sich internationale Unternehmen ansiedeln und die Zahl der Kulturangebote steigt, sind zu Brennpunkten der Gentrifizierung geworden. Die Mietpreisproblematik ist seit Jahren Dauerthema; im Berliner Raum hat sich die Zahl der Menschen ohne stabile Wohnsituation in den letzten fünf Jahren verdoppelt und wird bis 2029 voraussichtlich um weitere 60 % steigen. Die Kapazitäten von Notunterkünften sind trotz des unermüdlichen Einsatzes von Hilfsorganisationen dauerhaft erschöpft. Gleichzeitig rückt der soziale Abstieg für viele in greifbare Nähe: Oft genügen Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit ohne soziales Netz, um die Wohnstabilität zu verlieren. Dies trifft in Berlin nun zunehmend auch junge Menschen. Seminarkonzept: Während Medientheorien (McLuhan, Flusser, Virilio) seit Jahrzehnten die Aufhebung der Trennung von Privatheit und Öffentlichkeit ausrufen, leben immer mehr Menschen zwangsläufig außerhalb jeglicher Privatsphäre. Wer auf der Straße lebt, erfährt Öffentlichkeit nicht als freie Wahl, sondern als Zwang und Dauerstress (Juvonen 2023). Diese Realitäten werden selbst von neueren Medientheorien, die das Ökologische und Elementare betonen, meist ausgeblendet. Tatsächlich sind Menschen in prekären Lagen jedoch aktiv in Medienpraktiken eingebunden: Von der Redaktion und Distribution von Straßenmagazinen bis zur digitalen Vernetzung via Smartphone (Hartmann, Lowis & Klocke 2025) entstehen spezifische Medienrealitäten, die gängige Theorien unterlaufen. Zudem ist Wohnungslosigkeit verstärkt Teil von Aufmerksamkeitsökonomien. Neben schützenden Dokumentationen häufen sich aber auch Fälle medialer Übergrifflichkeit; der Begriff „Poverty Porn“ erreicht in sozialen Medien ein neues, erschreckendes Ausmaß. Ablauf & Code of Conduct: Das 14-tägige Seminar kombiniert mediale und theoretische Inputs (Dokumentationen, Podcasts, Artikel, Autobiografien) mit Exkursionen in Berlin (u. a. Notunterkunft, Lernraum zu Armut, Straßenzeitungsredaktion – alles noch in Planung).Neben den Einblicken, die uns gegeben werden, werden wir Formen von Unterstützung durch Ehrenamtlichkeit und sozialer Arbeit kennenlernen. Da wir Menschen in vulnerablen Positionen begegnen, ist ein respektvoller, diskriminierungssensibler Umgang Bedingung. Wir werden die ethischen Grundlagen und unsere eigene Positionierung laufend reflektieren. Bitte bedenken Sie vor der Wahl des Seminars, dass die Thematik und die realen Situationen den Teilnehmenden eine gewisse Belastbarkeit abverlangen können.

Zusätzliche Informationen:
Testat: Reflexiver Bericht (ca. 2–3 Seiten)
 
   
Soziale Ungleichheit: Von Menschenbildern und ihren Konsequenzen

Dozent: M.A. Alexander Schindler
Termin: Do 14-16
Ort: NP 4.1.06
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Ausgangslage: Die ökonomische Ungleichheit in den führenden Industrienationen hat sich über vier Jahrzehnte dramatisch verschärft. Folgt die Vermögenskonzentration bei anhaltenden Preissteigerungen den bisherigen Verläufen, nähern wir uns statistischen Unterschieden an, die etwa dem Europa des 17. Jahrhunderts entsprechen (Piketty). Die demokratische Rechtfertigung für die Akkumulation des Großteils des Kapitals bei einer kleinen Gruppe von Menschen lautete bisher, dass die gesamte Bevölkerung durch den Trickle-down-Effekt mit dem „sozialen Fahrstuhl“ (Beck) gleichmäßig nach oben fahren werde. Dass dieses „sozioökonomische Experiment“ gescheitert ist, bestreiten heute nur noch wenige Ökonom*innen (Linartas). Die Auswirkungen auf individuelle Lebensverläufe sind immens: Die soziale Mobilität – der Indikator für Chancengerechtigkeit – ist in Deutschland strukturell blockiert. Seit den 1980er Jahren hat sich der Einfluss der sozialen Herkunft auf das Einkommen verdoppelt (ifo 2025). Ohne Erbschaft ist der Erwerb von familientauglichem Wohneigentum bei durchschnittlichem Einkommen angesichts der Immobilienpreissteigerungen kaum mehr realisierbar, da die Finanzierungskosten die Belastungsgrenze überschreiten, während der Markt für Mietwohnungen längst zum ungebremsten Spekulationsgeschäft geworden ist. Die grundlegenden Lebensbedingungen sind für mehr als die Hälfte der Bevölkerung zur täglichen Unsicherheit geworden; der jahrzehntelange Imperativ der Leistungsgesellschaft ist angesichts der strukturellen Ungleichheiten zur leeren Worthülse mutiert. Gleichzeitig wird mit der entstehenden Prekarisierung eine Form des Regierens betrieben (Lorey), die Segregation als Strategie einsetzt – eine Dynamik, die die Stabilität liberaler Demokratien massiv unter Druck setzt. Seminarkonzept: So eindeutig die empirische Lage, so vielschichtig ist deren ideengeschichtliche Einordnung. Ausgehend von einem aktuellen filmischen Beispiel analysiert das Seminar die in der Aufklärung entstandenen Kategorien von Gleichheit und Ungleichheit sowie die davon abgeleiteten Rechtfertigungen sozialer Ordnung. Wir werden untersuchen, wie im Übergang von einer feudalen zu einer bürgerlichen Gesellschaft (Borkenau) mit philosophischen Bezugnahmen auf einen „Naturzustand des Menschen“ (Hobbes, Rousseau) die argumentativen Grundlagen für vertragliche Konzepte sozialer Ordnungen geschaffen wurden. Dabei erlangen wir ein tieferes Verständnis für die wechselseitige Abhängigkeit von Menschenbildern („Wie ist der Mensch?“) und Staats- bzw. Gesellschaftstheorien („Wie wird Gemeinschaft organisiert?“) und erkennen, wie Menschenbilder, Machtverhältnisse, Gesellschaftstheorien, Marktlogiken, Kapitalakkumulation und Ungleichheitsregime zusammenhängen. Darüber hinaus nutzen wir aktuelle anthropologisch-archäologische Einblicke in die Menschheitsgeschichte sozialer Ordnungen (u. a. Graeber und Wengrow), welche die gedankenexperimentellen Vorstellungen der Aufklärung hinterfragen und auf Basis aktueller Forschung neu bewerten. Ablauf: So theoretisch dieser Hintergrund erscheint, so praxisorientiert ist unser Zugang. Nach Screening-Sessions des Films Triangle of Sadness (2022) erstellen die Teilnehmenden erste Analysen der dort verhandelten Ungleichheiten in den filmisch konstruierten sozialen Räumen (Bourdieu). Darauf aufbauend folgt die sukzessive Theorielektüre philosophischer, anthropologischer und feministischer Texte. Die Theorie dient hierbei dezidiert der Vertiefung der eigenen Ungleichheitsanalysen – nicht umgekehrt.

Zusätzliche Informationen:
Testat: Text ("Ungleichheitsanalyse") 2-3 Seiten
 
   
Zur Praxis der Medientheorie

Dozent: Prof. Dr. Jan Distelmeyer
Termin: Mi, 10-12
Ort: FHP D 116
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2 ECTS
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Medien vermitteln. Genauer: Medien vermitteln eigenartig. Sie vermitteln mit je eigenen Bedingungen und in je eigenen Formen, die vielfältig und nicht leicht zu überschauen und zu beschreiben sind. Zugleich liegt in der Vielfalt von Bedingungen und Formen die besondere Bedeutung des Medialen für unsere (Erfahrung von) Welt. Sich dem zu stellen, ist eine Aufgabe von Medientheorie. Medientheorie steht dabei oft unter dem Verdacht der maximalen Abstraktion, die sich gerade im vermeintlich so radikalen Unterschied zu "der Praxis" schwerer fassen lasse. Was den Begriff der Theorie so auflädt (positiv wie negativ, beeindruckend wie abschreckend), ist nicht zuletzt der Irrtum, es hier mit rein gedanklichen Konstrukten zu tun zu haben. Weil aber diese Gedankengebäude immer schon auch eine Form haben, indem sie z.B. Text, Vortrag oder eine Mischung aus vielen Formaten sind, findet die Auseinandersetzung mit ihnen nie im luftleeren Raum der Abstraktion statt. Es geht vielmehr um sehr konkrete Formen zu sprechen, zu schreiben, zu denken, zu argumentieren, zu zeigen etc. – und damit um die Frage, was für eine jeweilige Praxis von Theorie sich hier zeigt. Dieses Seminar wird anhand weniger Beispiele intensiv diskutieren, was für Formen Theorie annehmen kann. Es wird z.B. um Fragen danach gehen, wie Texte vorgehen, wie Argumente entwickelt werden, wie sich Inhalt und Form theoretischer Praxis zueinander verhalten. Ein erstes Ziel des Seminars ist die Konkretisierung des Medienbegriffs – und eine größere Sicherheit, die diversen Formen und Bedingungen des Medialen zu befragen. Ein weiteres Ziel ist, Distanzen zur Medientheorie abzubauen und neues Interesse und Vergnügen am praktischen Feld des Theoretischen zu wecken.

Zusätzliche Informationen:
Testat: Skizze zur Erwartungen an/Erfahrung mit Medientheorie (2 Seiten)
 
   
«Wir sehen immer nur das, was wir suchen»: Praktiken des Creative Reading

Dozent: Lea Kubeneck
Termin: Die Veranstaltung findet Mi von 14:15 - 15:45 am NP statt
Ort: Neues Palais, Raum 8.0.59
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 6
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Techniken des Creative Writing und ihre Funktionen sind bei vielen Textschaffenden fester Bestandteil des kreativen Schreibprozesses. Die Praktiken zielen unter anderem darauf, freie Assoziationen in Texte einzubinden und Perspektivwechsel vorzunehmen. Doch was passiert nun, wenn man diesen Prozess umkehrt und bereits bestehende Texte aus einem neuen Blickwinkel betrachtet? Was wäre in Anlehnung an das Creative Writing also das Creative Reading? Im Gegensatz zur herkömmlichen, linearen Lektüre literarischer Texte werden im Seminar kreative Lesepraktiken erarbeitet: Wie kann die Kulturtechnik des Lesens neben Funktionen wie Wissenserwerb, kultureller Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe auch künstlerisch produktiv gemacht werden? Was ändert sich am Leseverständnis, wenn man nicht nur linear liest, sondern selektiv, etwa mit Blick auf Topografie, Aphorismen oder wiederkehrende und intertextuelle Symbole? Welche neuen Deutungshorizonte ergeben sich durch solche Perspektivwechsel? Diesen Fragen will das Seminar nachgehen, indem zum einen Übersetzungen literarischer Texte in andere Kunstformen (bildende Kunst, Musik, Film) beispielhaft untersucht, zum anderen empirische Methoden, wie die des Distant Reading, regelbasiertes Lesen (à la Oulipo) sowie performatives Lesen erprobt werden. Ziel ist es, dass die Studierenden sich aktiv mit ihren Leseroutinen auseinandersetzen, neue Formen der Partizipationsgenese erlernen, und dabei neue Perspektiven auf literarische Texte gewinnen. Voraussetzung ist aktive und regelmäßige Teilnahme und eine hohe Lesebereitschaft.

Zusätzliche Informationen:
Testat: Lektürebericht (ca. 3 Seiten)
 
   
Modul 7: Mediale Inszenierungsformen
 
   
Computer

Dozenten: Prof. Dr. Jan Distelmeyer, Prof. Boris Müller
Termin: Do, 18:00-19:30
Ort: FHP D 011
SWS: 2
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 7
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2 CP
Zielgruppe: BA / MA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Der Computer – in all seinen Formen – gilt als allgegenwärtige Leittechnologie des 21. Jahrhunderts. Unter dem Schlagwort der Digitalisierung werden Lebensverhältnisse (von Arbeitsweisen bis zur Organisation des Privaten, von menschlichen bis zu planetarischen Bedingungen) weltweit verändert. Um so wichtiger ist es, sich mit den Bedingungen, Erscheinungsformen und Folgen des Computers auseinanderzusetzen. Die komplexe Verzahnung von Technik, Ästhetik und Praktiken, die Verbindungen zwischen Maschinen, Lebewesen, Elementen und Dingen, fordern gestalterische und medientheoretische Perspektiven heraus. Diesem Thema widmet sich diese aus zwei Gründen außergewöhnliche Lehrveranstaltung: Sie verbindet Vorlesungs- und Seminar-Charakter, indem auf Vortrags-Elemente gemeinsame Diskussionen folgen. Und sie ist eine kooperative Veranstaltung, indem durch Boris Müller (Interaction Design) und Jan Distelmeyer (Mediengeschichte und -theorie) zwei unterschiedliche Fachperspektiven in einen Dialog treten. Die kooperative Veranstaltung "Computer" hat dabei zum Ziel, theoretische, gestalterische, mediale, technische, kulturelle und gesellschaftliche Fragen nicht getrennt zu verhandeln, sondern aufeinander zu beziehen, um zu einem neuen Verständnis der theoretischen und praktischen Aspekte des Computers zu kommen. Wie können wir uns zu dem verhalten, was "die Digitalisierung" genannt und als Computerisierung realisiert wird? Dazu wird das klassische Format der Vorlesung für unterschiedliche Perspektiven, Positionen und Diskussionen geöffnet. In aufeinander bezogenen Vorlesungen werden Jan Distelmeyer und Boris Müller gemeinsam zu ausgewählten Themen referieren und diese dann zur Diskussion stellen. Zu den verhandelten Themen gehören u.a. prinzipielle und historische Aspekte (der Medialität) des Computers, Grundlagen zu Software und Hardware, zu Netzwerken, zu Betriebssystemen und Systemen des Betriebs, zu Fragen der Ermächtigung und Operativen Bildern sowie – das wird ein Schwerpunkt der diesjährigen Vorlesung sein – zu Verfahren und Dringlichkeiten jener Entwicklungen, die unter dem Begriff "Künstliche Intelligenz" laufen.

Zusätzliche Informationen:
Testat: Text zu Verbinungen zwischen (mindestens) zwei Sitzungen (2 Seiten)
 
   
KI und Demokratie: Neue Machtformationen

Dozent: Anja Breljak
Termin: Mo 16-18 Uhr
Ort: Neues Palais 8.0.59
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Künstliche Intelligenz ist in kürzester Zeit zu einem zentralen Strukturprinzip von Öffentlichkeit und Alltagshandeln geworden. Algorithmen kuratieren politische Inhalte, automatisierte Entscheidungssysteme werden in Verwaltung und Sozialpolitik eingebracht, generative KI transformiert politische Kommunikation. Zugleich verschieben sich Machtverhältnisse zwischen Staat, Plattformunternehmen und Zivilgesellschaft. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wie verändert KI demokratische Öffentlichkeit, politische Teilhabe und Machtstrukturen? In diesem Seminar erarbeiten wir klassische Positionen der Medien- und Öffentlichkeitstheorie (Jürgen Habermas, Nancy Fraser) sowie Ansätze der kritischen Plattform- und Technikforschung (z. B. Cathy O'Neil, Safiya Umoja Noble, Kate Crawford ). Wie lässt sich davon ausgehend über KI als sozio-technische Infrastruktur nachdenken? Wie funktioniert das Zusammenspiel aus ökonomischen Interessen, politischer Macht und medialen Logiken heute? Welche Herausforderung gehen damit für demokratische Gesellschaften einher? Dafür verbinden wir Medienwissenschaft, politische Theorie und kritische Technikforschung. KI werden wir dafür als umkämpftes Feld demokratischer Aushandlung analysieren. Ziel ist es, algorithmische Systeme medien- und demokratietheoretisch einzuordnen, Macht- und Ungleichheitsstrukturen zu identifizieren und aktuelle KI-Debatten kritisch zu reflektieren.

Zusätzliche Informationen:
Testat: Referat 10-15 Min.
 
   
Kombinieren. Eine Einführung in die Medialität des Films (Theorie)

Dozent: Prof. Dr. Jan Distelmeyer
Termin: Do, 10:00-11:30 (s.t.)
Ort: FHP D 116
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Die Einführung in die Medialität des Films wird hier verstanden als eine Annäherung an sowohl das, was durch den Film zum Erscheinen kommt, als auch an die Bedingungen, unter denen dies geschieht. Was zeichnet das Spiel der Bilder und Töne aus, das sich als Film vor und mit uns ereignet? Wir werden uns dazu mit dem Zusammenspiel von Technik und Ästhetik, von Apparaten und menschlichem Handeln vor und hinter der Kamera bzw. dem Mikrophon sowie vor und nach der Aufnahme beschäftigen. Anhand von vielen Beispielen der internationalen Filmgeschichte werden wir diverse Varianten filmischer Ästhetik untersuchen, deren Prozessualität auch nach dem Verhältnis zwischen Publikum und Film fragen. Zu den Schwerpunkten gehören dabei die Attraktionen des frühen Kinos, Zusammenhänge von Kamera, Montage und Narration, der Übergang vom Stumm- zum Tonfilm, Farbe als Gestaltungsmittel und Versuche, neue Zugänge zur Realität zu entwickeln.

Zusätzliche Informationen:
Dieses Seminar bildet mit dem Seminar "Kombinieren. Eine Einführung in die Medialität des Films (Praxis)" einen Zusammenhang. Testat: Skizze zu konkreten Formen von Filmästhetik (2 Seiten)
 
   
Kombinieren. Eine Einführung in die Medialität des Films (Praxis)

Dozent: Prof. Dr. Jan Distelmeyer
Termin: Do, 12:00-13:30 (s.t.)
Ort: FHP D 116
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Die Einführung in die Medialität des Films wird hier verstanden als eine Annäherung an sowohl das, was durch den Film zum Erscheinen kommt, als auch an die Bedingungen, unter denen dies geschieht. Was zeichnet das Spiel der Bilder und Töne aus, das sich als Film vor und mit uns ereignet? Wir werden uns dazu mit dem Zusammenspiel von Technik und Ästhetik, von Apparaten und menschlichem Handeln vor und hinter der Kamera bzw. dem Mikrophon sowie vor und nach der Aufnahme beschäftigen. Anhand von vielen Beispielen der internationalen Filmgeschichte werden wir diverse Varianten filmischer Ästhetik untersuchen, deren Prozessualität auch nach dem Verhältnis zwischen Publikum und Film fragen. Zu den Schwerpunkten gehören dabei die Attraktionen des frühen Kinos, Zusammenhänge von Kamera, Montage und Narration, der Übergang vom Stumm- zum Tonfilm, Farbe als Gestaltungsmittel und Versuche, neue Zugänge zur Realität zu entwickeln.

Zusätzliche Informationen:
Dieses Seminar bildet mit dem Seminar "Kombinieren. Eine Einführung in die Medialität des Films (Theorie)" einen Zusammenhang. Im Zentrum steht das gemeinsame Sichten von Filmen, die hier als Praxis verstanden werden, anhand derer (film-)theoretische Aspekte erfahrbar werden. Testat: Skizze zu konkreten Formen von Filmästhetik (2 Seiten)
 
   
Games Beyond the Mainstream

Dozent: Saskia Joanna Rauhut
Termin: Mi, 14-16 Uhr
Ort: FHP D103
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
This course focuses on the analysis of digital games outside the (commercial) mainstream: experimental games, arthouse games, game poems – games that break away from established conventions within a game genre, escape genre classification altogether, or push and question the idea of what a game is or should be. We will be playing, analyzing and discussing a variety of games ranging from unconventional to barely playable. Throughout the course, games will serve as case studies highlighting the various materials of game design: What might a game whose gameplay consists mostly of waiting tell us about time, and what does a game played entirely by physically hitting an old CRT monitor have to say about hardware? The course will be taught in English. Requirements: Interest in videogames! Being an experienced gamer is absolutely not a requirement, but you should be curious about games and willing to engage with videogames and literature from game studies. You should especially bring some openness to "weird" games that may be frustrating to play or hard to understand.

Zusätzliche Informationen:
Testat: Individual interactive presentation (10-12 mins). Each student introduces an experimental game of their choice to the class. The presentation should actively involve the other course participants: playing key moments of the game in class and discussion questions should be central to the presentation. Foregoing presentation slides in favor of a more open, interactive format is encouraged.
 
   
Getting started with Game Studies: Von Medialität bis Magic Circle

Dozent: Michael Liebe
Termin: Mo 14-16
Ort: FHP D 116
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 7
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Seminar
Leistungspunkte: 2
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Im Zentrum dieses Seminars steht die Frage: Welche besonderen Eigenschaften bringt das Computerspiel mit und grenzt es von anderen Medien ab? Grundlegende, einflussreiche und viel diskutierte Positionen der Game Studies bringen hierzu hilfreiche Aspekte ein. Dazu gehören Fragen der Erzähltechniken, Immersion, Interaktivität, Medialität aber auch konkrete Ansätze zu Regeln oder dem "Magic Circle". Die Geschichte des Computerspiels spielt dabei eine weitere, grundsätzliche Rolle, um seine Eigenschaften als Medium – kurz: seine Medialität – zu erörtern. Testat: Präsentation von mindestens 15 Minuten mit PowerPoint oder Ähnlichem sowie Frage- und Antwortgespräch mit der Gruppe.
 
   
Modul 8: Konzepte und Formen der Mediengestaltung
 
   
Dokumentarisches Bewegtbild

Dozent: Prof. Anne Quirynen
Termin: Fr 10-16:30
Ort: FHP D116 und Videostudio LW117
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 12
Zielgruppe: ab BA semester 2
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Das dokumentarische Bewegtbild dient seit den Anfängen des Films dazu, gesellschaftliche, politische und kulturelle Wirklichkeiten sichtbar zu machen und zu interpretieren. Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Dokumentarische weiter und nahm unterschiedliche Formen an – vom klassischen Beobachtungsfilm über essayistische und experimentelle Formate bis hin zu hybriden Formen zwischen Dokumentation und Fiktion. Neben einer allgemeinen Einführung in Kamera (1Tag)und Ton (1 Tag) vertiefen sich die Studierenden mit Hilfe von Onlinevideos individuell und selbständig in Technik und Methoden. Das Ziel besteht darin, das Thema für die Gruppen/Einzel projekte bis Ende Mai zu entwickeln und recherchieren. Im weiteren Verlauf, ab Juni/Juli, wird kontinuierlich und in Zusammenarbeit mit den anderen Teilnehmenden daran gearbeitet.

Zusätzliche Informationen:
Die Projekte werden im Rahmen einer Abschlusspräsentation Ende Juli 2026 präsentiert.Eine aktive Teilnahme ist deshalb während des Semesters wichtig.
 
   
editorial deSEIN – Experimentelles Publizieren

Dozent: Torsten Schöbel
Termin: Di 10:00 – 16:30 Uhr
Ort: FHP, LW 139
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 12
Zielgruppe: BA, 2. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Dieser projektbasierte Kurs widmet sich der Konzeption, Gestaltung und Erstellung von Zines, Künstlerbüchern, Magazinen, Booklets, E-Books, kleinformatigen Printprojekten sowie experimentellen Formen der Gestaltung mit hybriden und interaktiven Publikationen, die künstlerische wie wissenschaftliche Perspektiven mit jeweils wechselnden Themen miteinander verbinden. Ob Zeichnungen, Texte, Gedichte oder Collagen aus Bildern, Zeichnungen, Grafiken, Photographien, Illustrationen, Buchstaben und Wörtern oder anderen Materialien, dem kreativen Experiment sind keine Grenzen gesetzt. Der Kurs betrachtet Publizieren nicht nur als technische Umsetzung, bei der klassische Gestaltungsparameter wie Schrift, Typografie, Layout, Narration, Bild-Text-Relation und Materialität reflektiert werden, sondern als künstlerische Praxis und Forschungsfeld, in dem fachliches Wissen durch Kunst, Forschung und praktische Gestaltung gewonnen wird und Ausdrucksformen der Visuellen Kultur hinterfragt werden. Das Projektseminar vermittelt die Grundlagen der digitalen Mediengestaltung und vertieft gestalterische, konzeptuelle sowie programmiertechnische Kompetenzen. Ziel ist die Entwicklung einer eigenständigen Projektarbeit – von der konzeptionellen Idee über Entwurf bis zur finalen Umsetzung. Experimentierfreude, konzeptionelles Denken und Interesse an der Kunst und Gestaltung werden erwartet.

Zusätzliche Informationen:
Voraussetzung ist der Modulabschluss des Moduls 2 »Technische und gestalterische Grundlagen digitale Medien« sowie Neugier und Lust am Ausprobieren.
 
   
Konzept- und Projektentwicklung: Ausstellungen konzipieren, Räume inszenieren

Dozent: Dr. Kai Knörr
Termin: Freitags 10-14
Ort: NP 1.01.1.07 bzw. Exkursionsorte in Potsdam/Berlin
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 6
Zielgruppe: BA-EMW
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Wir analysieren unterschiedliche Ausstellungsgenres und Museumstypen hinsichtlich ihrer Medialitäten und entwickeln anschließend Ideen für mögliche neue Inszenierungen und Formate. Wie werden Themen für Ausstellungen gefunden und weiterentwickelt? Was sind die Bedingungen, unter denen Objekte ausgestellt werden (können)? Wie greifen Sammlungen, Räume, Organisationsstrukturen und kuratorische Ansätze bei der Kunzept- und Projektentwicklung eineinander? Wie beeinflussen aktuelle Forschungen den Museumsdiskurs? Wir sprechen mit ausgewählten Vertreter*innen verschiedener Gewerke im Museums- bzw. Ausstellungsbereich. Ziel des Seminars ist die eigenständige Entwicklung eines Ausstellungskonzepts im Rahmen einer Einzel- oder Gruppenarbeit.

Zusätzliche Informationen:
Testat: 10minütige Präsentation mit Diskussionspapier
 
   
Modul 9: Mediale Projekte
 
   
Media Science and Fiction

Dozent: Dr. Katrin von Kap-herr
Termin: Do 14-17
Ort: FHP D103
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: BA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Was, wenn Theorie selbst zu einer Erzählung wird? In diesem Seminar begegnen sich Medienwissenschaft und Science-Fiction: Wir lesen wissenschaftliche Texte, die wie Fiktionen denken, und Fiktionen, die über Medien spekulieren. Zwischen Cyborg-Manifest, Black Mirror, Haraway, Le Guin und Hayles untersuchen wir, wie mediale Zukunftsbilder entstehen und wie sie unsere Gegenwart und Zukunft beschreiben. Das Seminar lädt dazu ein, theoretisches Denken praktisch werden zu lassen: Die Studierenden lernen, Konzepte der Medienwissenschaft in eigene erzählerische Formen zu übersetzen und umgekehrt, Fiktionen als theoretische Reflexionsräume zu begreifen. So wird das Seminar zu Denkraum und Schreibwerkstatt zugleich und versteht sich als eine Einladung, Medienwissenschaft als poetische Praxis zu begreifen und Fiktion als Methode, über Realität und Zukunft der Medien nachzudenken.

Zusätzliche Informationen:
Neben der gemeinsamen Lektüre verfassen die Studierenden eigene Theory-Fiction-Texte, in denen sie theoretische Konzepte erzählerisch erproben.
 
   
Motion DeSEIN – Experimentelle Animationsfilme

Dozent: Torsten Schöbel
Termin: Freitag 10:00 – 16:30 Uhr
Ort: FHP, LW 139
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 8
Zielgruppe: ab 3. Semester
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Im Projektseminar werden die praktischen und technischen Grundlagen digitaler Mediengestaltung vermittelt, mit besonderem Schwerpunkt auf Animation, Compositing und Sound. Ziel ist es, diese Fähigkeiten in einen diskursiven Kontext zu stellen und zu künstlerisch-medienreflexiven Experimenten im Rahmen eines übergeordneten Themas weiterzuentwickeln. Die Möglichkeiten sind dabei vielfältig: Schrift, Bild- und Tonmaterialien können in konzeptuelle Beziehungen zueinander gesetzt und in neue Sinnzusammenhänge transformiert werden. Das Spektrum reicht von der Bearbeitung, Kombination und Animation bewegter und statischer Bilder, Grafiken, Fotografien, Texte, Buchstaben, Klänge und Töne bis hin zu deren Arrangement im zwei- oder dreidimensionalen Raum. Im Zentrum steht eine künstlerische und wissenschaftliche Medienpraxis, die sich mit räumlichen und zeitlichen Wahrnehmungsdimensionen sowie unterschiedlichen Formen des Denkens auseinandersetzt. Das Seminar schließt mit einer eigenständigen, künstlerisch-medienreflexiven Projektarbeit, in der die theoretischen und praktischen Erkenntnisse in einem kohärenten, experimentellen Werk zusammenführt werden.
 
   
Bilderpolitiken - Fotografie als Methode der Recherche

Dozent: Prof. Winfried Gerling
Termin: Di. 10-17:00
Ort: FHP tba
SWS: 8
Studiengang: BA
Module (BA): 9
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 8
Zielgruppe: BA EMW
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
In diesem Seminar werden fotografische Praktiken behandelt, die auf Recherche, Analyse und Kontextualisierung beruhen. Im Zentrum steht die Frage, wie sich politische Themen nicht nur abbilden, sondern auch durch Recherche, Archivarbeit, Interviews, Ortsbegehungen oder die Arbeit mit Daten und Dokumenten untersuchen lassen. Fotografie wird dabei als Form visueller Forschung verstanden, die gesellschaftliche, historische oder infrastrukturelle Zusammenhänge sichtbar macht. Ausgehend von Beispielen aus dokumentarischer, künstlerischer und investigativer Fotografie setzen wir uns mit verschiedenen Strategien der Bildproduktion auseinander: der Arbeit mit Archiven und Found Footage, der Kombination von Bild und Text, kartografischen Verfahren, seriellen Ansätzen oder performativen Formen der Bilderzeugung. Die Teilnehmenden entwickeln Projekte zu selbstgewählten politischen oder gesellschaftlichen Themen. Ausgangspunkt ist eine Recherchephase, in der Fragestellungen, Materialien und mögliche visuelle Strategien erarbeitet werden. Ziel ist es, fotografische Arbeiten zu entwickeln, die Recherche, Bildproduktion und Präsentationsform miteinander verbinden. Die Fotografie soll dabei als analytisches und ästhetisches bzw. künstlerisches Werkzeug erprobt werden, um Formen zu entwickeln, mit denen sich komplexe politische Themen visuell untersuchen und vermitteln lassen. Neben der Entwicklung der eigenen Arbeit stehen gemeinsame Bildbesprechungen, Diskussionen ähnlich gelagerter Projekte sowie die Reflexion über Ethik, Positionierung und Verantwortung in der Bildproduktion im Mittelpunkt.

Zusätzliche Informationen:
Ausstellungsbesuche in der gesamten Gruppe werden Teil der Veranstaltung sein. Vorstellung einer fotografischen Position (10 Min) und wöchentliche fotografische Aufgaben sind Bestandteil der Veranstaltung, sowie die Erarbeitung einer eigenen fotografischen Arbeit.
 
   
Randgänge: Spazieren, Wahrnehmen, Gestalten (Bröllin: 'Verortungen')

Dozenten: Prof. Winfried Gerling, Dr. Susanne Müller
Termin: 15. - 19. Juni 2026 sowie 8. Mai 2026
Ort: Bröllin
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 9, 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart:
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: BA und MA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Jede Art der Fortbewegung zieht eine bestimmte Art der Erkenntnis nach sich. Natur - genauer: Landschaft - lässt sich immer nur im Wechselspiel zwischen Erkenntnisform und vorherrschenden Darstellungen untersuchen. Unter dieser Prämisse wollen wir nicht nur auf unterschiedliche Art und Weise die Gegend rings um Bröllin erkunden, wollen wandern, spazieren, exponieren, sondern unsere Wahrnehmung des Erlebten erforschen. Gemeinsam wollen wir in Bröllin den Landschaftsbegriff an seine Grenzen bringen. Wir werden besprechen, was Landschaft eigentlich ist und warum sie ‚schön‘ ist bzw. sein soll. Wir werden aber auch ausprobieren, wie Tempo, Tageszeit, Standort, Bewegungsform, Aufzeichnungen oder das Ausblenden von Sinnen die Wahrnehmung der Umgebung verändern. Auch andere Fragen, z.B. nach dem ‚Klang‘ von Landschaft, nach Kartografierbarkeit, genderspezifischen Aspekten, Bodenbeschaffenheit, Flora und Fauna oder Historizität schließen sich hier an. Das Seminar endet mit einer Projektpräsentation am Ende der Projektwoche in Bröllin. Da es sich um ein Projektseminar mit 4 Punkten handelt, findet am 8. Mai 2026 (von 10 bis 16 Uhr) vorbereitend für alle Teilnehmenden eine Seminarsitzung in Potsdam statt.

Zusätzliche Informationen:
Thema der Projektwoche: 'Verortungen' Medien schaffen bzw. definieren Räume und Orte. Sie werden an Orten und in Umgebungen genutzt, aber sie schaffen auch ihrerseits Umgebungen. Auf dem Kulturgut Bröllin, das ein besonderer Ort ist, wollen wir mit den TeilnehmerInnen verschiedener Seminare und Projekte ausführlich über diese Relation ‚Medium/Ort/Umgebung‘ sprechen und uns produktiv mit ihr auseinandersetzen.
 
   
Post-Ostdeutsche Diagramme

Dozent: Dr. Paul Heinicker
Termin: Mo. 12:00 -16:00
Ort: FHP D103
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 9, 10
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 4 CP
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Wie wird eine ostdeutsche Gesellschaft durch Diagramme dargestellt und wie strukturieren solche Bilder selbst gesellschaftliche Wahrnehmung? Listen, Tabellen, Karten oder komplexere Datenvisualisierungen prägen viele der Narrative, mit denen Ostdeutschland seit 1990 beschrieben wird: etwa Wahlkarten, demographische Statistiken oder andere journalistische Grafiken. Das Seminar versteht solche Diagramme als Bilder struktureller Ordnung. Auch wenn sie häufig objektiv erscheinen, sind sie immer auch Interpretationen: Sie ordnen Informationen, setzen Schwerpunkte und erzeugen bestimmte Perspektiven auf gesellschaftliche Zusammenhänge. Im Seminar beschäftigen wir uns zunächst mit bestehenden diagrammatischen Kulturpraktiken und verwandten künstlerischen Positionen, etwa mit Arbeiten von Karl-Heinz Adler oder Ruth Wolf-Rehfeldt in der DDR sowie mit zeitgenössischen Positionen von Künstler:innen wie Sung Tieu oder Henrike Naumann. Anschließend steht die eigene gestalterische Arbeit im Mittelpunkt: Die Studierenden entwickeln experimentelle Diagramme, die sich mit Aspekten ostdeutscher Gesellschaft, Erinnerung oder Transformationsgeschichte auseinandersetzen. Ein wichtiger Bestandteil des Kurses ist die Arbeit mit der Visualisierungsplattform Hydrant, entwickelt vom Künstler Manuel Roßner. Mit Hilfe dieser App entwickeln die Studierenden eigene Themenfelder, recherchieren passende Datensätze und übersetzen diese in diagrammatische Visualisierungen. Im Mittelpunkt steht dabei weniger gestalterische Perfektion als die Frage, welche Themen, Daten und Anordnungen neue Perspektiven auf ostdeutsche Geschichten und Erfahrungsräume eröffnen können. Gestalterische Vorerfahrungen sind nicht erforderlich. Das Seminar ergänzt den Theoriekurs „Postostdeutsches Erinnern“. Während dort zentrale Positionen der Ostdeutschlandforschung und Erinnerungskultur diskutiert werden, dient dieser Kurs als experimentelles Labor, in dem diese Fragen in visuelle und diagrammatische Formen übersetzt werden. Testat: Erstellung einer diagrammatischen Visualisierungsreihe in der Hydrant-App auf Grundlage eines selbst entwickelten Datensatzes, optional ergänzt durch weitere mediale Formate (z. B. Foto, Video oder Text).

Zusätzliche Informationen:
Link zu Manuel Rossners Hydrant app: https://www.hydrant.app
 
   
Experimentelle Fotografie

Dozent: Céline Pilch
Termin: Freitags 13:00 - 16:30
Ort: FHP D103
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 9, 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: BA/MA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Das Seminar ist künstlerisch praktisch ausgelegt und bietet eine Einführung in die analoge Fotografie. Ihr werdet sowohl die technischen Aspekte wie Bildwinkel, Blendenöffnung und Belichtungszeit als auch die chemischen Grundlagen wie Entwicklungszeiten und den Umgang mit Chemikalien kennenlernen. Im Laufe des Semesters werden verschiedene Techniken eingeführt, um schließlich eigene Projekte zu entwickeln. Der Fokus liegt auf dem Experiment und dem Zusammenspiel von chemischen Reaktionen und Licht. Wir werden Kameras bauen, lichtempfindliche Oberflächen erzeugen, und Abzüge von digitalen Bildschirmen entwickeln. Mit Zeit und Neugier gilt es, die verschiedenen Prozesse zu erkunden und die gestalterischen Möglichkeiten der experimentellen Fotografie für eigene Ideen zu nutzen. Außerdem sprechen wir über die Entstehungsgeschichte der Fotografie und den Unterschied zwischen analogen und digitalen Bildern. Das Wesen des Mediums, seine transformativen Eigenschaften und sein Einfluss auf unsere Wahrnehmung werden diskutiert und in der praktischen Arbeit erfahrbar gemacht. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Für Chemikalien und Fotopapier fallen Materialkosten von 10€ an, die zu Beginn des Semesters bezahlt werden können.
 
   
Modul 10: Interdisziplinäres Ergänzungsstudium
 
   
Randgänge: Spazieren, Wahrnehmen, Gestalten (Bröllin: 'Verortungen')

Dozenten: Prof. Winfried Gerling, Dr. Susanne Müller
Termin: 15. - 19. Juni 2026 sowie 8. Mai 2026
Ort: Bröllin
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 9, 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart:
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: BA und MA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Jede Art der Fortbewegung zieht eine bestimmte Art der Erkenntnis nach sich. Natur - genauer: Landschaft - lässt sich immer nur im Wechselspiel zwischen Erkenntnisform und vorherrschenden Darstellungen untersuchen. Unter dieser Prämisse wollen wir nicht nur auf unterschiedliche Art und Weise die Gegend rings um Bröllin erkunden, wollen wandern, spazieren, exponieren, sondern unsere Wahrnehmung des Erlebten erforschen. Gemeinsam wollen wir in Bröllin den Landschaftsbegriff an seine Grenzen bringen. Wir werden besprechen, was Landschaft eigentlich ist und warum sie ‚schön‘ ist bzw. sein soll. Wir werden aber auch ausprobieren, wie Tempo, Tageszeit, Standort, Bewegungsform, Aufzeichnungen oder das Ausblenden von Sinnen die Wahrnehmung der Umgebung verändern. Auch andere Fragen, z.B. nach dem ‚Klang‘ von Landschaft, nach Kartografierbarkeit, genderspezifischen Aspekten, Bodenbeschaffenheit, Flora und Fauna oder Historizität schließen sich hier an. Das Seminar endet mit einer Projektpräsentation am Ende der Projektwoche in Bröllin. Da es sich um ein Projektseminar mit 4 Punkten handelt, findet am 8. Mai 2026 (von 10 bis 16 Uhr) vorbereitend für alle Teilnehmenden eine Seminarsitzung in Potsdam statt.

Zusätzliche Informationen:
Thema der Projektwoche: 'Verortungen' Medien schaffen bzw. definieren Räume und Orte. Sie werden an Orten und in Umgebungen genutzt, aber sie schaffen auch ihrerseits Umgebungen. Auf dem Kulturgut Bröllin, das ein besonderer Ort ist, wollen wir mit den TeilnehmerInnen verschiedener Seminare und Projekte ausführlich über diese Relation ‚Medium/Ort/Umgebung‘ sprechen und uns produktiv mit ihr auseinandersetzen.
 
   
MicroFM & the politics of minor gestures

Dozent: Kate Donovan
Termin: Mo 10:00 - 13:30
Ort: FHP D 116 & Berlin (tbc)
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projekt Seminar
Leistungspunkte: 4
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
The MicroFM movement has its roots in pirate and free radio, with the fundamental goal of bringing communities together to democratise the airwaves against a backdrop of commercial dominance and governmental control. Many countries have or are currently transitioning from analogue to digital radio (DAB+ and internet streaming), with Germany set to do so within the next 5 years, yet the FM spectrum is still highly regulated. MicroFM refers to the low-power devices that do not require a license, making FM transmission accessible, relatively cheap, DIY, and able to foster collectivity and focus on the local. We’ll look into the history of MicroFM, including projects dealing with access to the airwaves and anti-racism (Mbanna Kantako) and feminism (Margaretta D’Arcy), as well as key figures such as Tetsuo Kogawa. Theoretically, we’ll focus on notions of the “minor gesture” (Manning, 2016; Abdulla & Oliveira, 2023), and “emergent strategies” (brown 2017), bringing together notions of scale in terms of the social, ecological and more-than-human. Practically we’ll build MicroFM transmitters, experiment with various modes of small scale transmission and reception (including walkie talkies, transmitters for audio walks and guided tours), develop modes of listening and enunciating in dialogic exchange, and develop personal or group projects.

Zusätzliche Informationen:
Seminars will take place on Mondays, sometimes double sessions (to be discussed), and sometimes in Berlin - at Refuge Worldwide in Neukölln and other locations tbc.
 
   
Post-Ostdeutsche Diagramme

Dozent: Dr. Paul Heinicker
Termin: Mo. 12:00 -16:00
Ort: FHP D103
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 9, 10
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 4 CP
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Wie wird eine ostdeutsche Gesellschaft durch Diagramme dargestellt und wie strukturieren solche Bilder selbst gesellschaftliche Wahrnehmung? Listen, Tabellen, Karten oder komplexere Datenvisualisierungen prägen viele der Narrative, mit denen Ostdeutschland seit 1990 beschrieben wird: etwa Wahlkarten, demographische Statistiken oder andere journalistische Grafiken. Das Seminar versteht solche Diagramme als Bilder struktureller Ordnung. Auch wenn sie häufig objektiv erscheinen, sind sie immer auch Interpretationen: Sie ordnen Informationen, setzen Schwerpunkte und erzeugen bestimmte Perspektiven auf gesellschaftliche Zusammenhänge. Im Seminar beschäftigen wir uns zunächst mit bestehenden diagrammatischen Kulturpraktiken und verwandten künstlerischen Positionen, etwa mit Arbeiten von Karl-Heinz Adler oder Ruth Wolf-Rehfeldt in der DDR sowie mit zeitgenössischen Positionen von Künstler:innen wie Sung Tieu oder Henrike Naumann. Anschließend steht die eigene gestalterische Arbeit im Mittelpunkt: Die Studierenden entwickeln experimentelle Diagramme, die sich mit Aspekten ostdeutscher Gesellschaft, Erinnerung oder Transformationsgeschichte auseinandersetzen. Ein wichtiger Bestandteil des Kurses ist die Arbeit mit der Visualisierungsplattform Hydrant, entwickelt vom Künstler Manuel Roßner. Mit Hilfe dieser App entwickeln die Studierenden eigene Themenfelder, recherchieren passende Datensätze und übersetzen diese in diagrammatische Visualisierungen. Im Mittelpunkt steht dabei weniger gestalterische Perfektion als die Frage, welche Themen, Daten und Anordnungen neue Perspektiven auf ostdeutsche Geschichten und Erfahrungsräume eröffnen können. Gestalterische Vorerfahrungen sind nicht erforderlich. Das Seminar ergänzt den Theoriekurs „Postostdeutsches Erinnern“. Während dort zentrale Positionen der Ostdeutschlandforschung und Erinnerungskultur diskutiert werden, dient dieser Kurs als experimentelles Labor, in dem diese Fragen in visuelle und diagrammatische Formen übersetzt werden. Testat: Erstellung einer diagrammatischen Visualisierungsreihe in der Hydrant-App auf Grundlage eines selbst entwickelten Datensatzes, optional ergänzt durch weitere mediale Formate (z. B. Foto, Video oder Text).

Zusätzliche Informationen:
Link zu Manuel Rossners Hydrant app: https://www.hydrant.app
 
   
Experimentelle Fotografie

Dozent: Céline Pilch
Termin: Freitags 13:00 - 16:30
Ort: FHP D103
SWS: 4
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 9, 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: P
Leistungspunkte: 4
Zielgruppe: BA/MA
Teilnehmerbegrenzung: 15

Beschreibung:
Das Seminar ist künstlerisch praktisch ausgelegt und bietet eine Einführung in die analoge Fotografie. Ihr werdet sowohl die technischen Aspekte wie Bildwinkel, Blendenöffnung und Belichtungszeit als auch die chemischen Grundlagen wie Entwicklungszeiten und den Umgang mit Chemikalien kennenlernen. Im Laufe des Semesters werden verschiedene Techniken eingeführt, um schließlich eigene Projekte zu entwickeln. Der Fokus liegt auf dem Experiment und dem Zusammenspiel von chemischen Reaktionen und Licht. Wir werden Kameras bauen, lichtempfindliche Oberflächen erzeugen, und Abzüge von digitalen Bildschirmen entwickeln. Mit Zeit und Neugier gilt es, die verschiedenen Prozesse zu erkunden und die gestalterischen Möglichkeiten der experimentellen Fotografie für eigene Ideen zu nutzen. Außerdem sprechen wir über die Entstehungsgeschichte der Fotografie und den Unterschied zwischen analogen und digitalen Bildern. Das Wesen des Mediums, seine transformativen Eigenschaften und sein Einfluss auf unsere Wahrnehmung werden diskutiert und in der praktischen Arbeit erfahrbar gemacht. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Für Chemikalien und Fotopapier fallen Materialkosten von 10€ an, die zu Beginn des Semesters bezahlt werden können.
 
   
Urban LoveScapes – Topologien eines zukünftigen Miteinanders

Dozent: Prof. Myriel Milicevic
Termin: Dienstag, 10:00 – 15:30
Ort: FH LW226
SWS: 6
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 10
Zielgruppe: EMW
Teilnehmerbegrenzung: 3

Beschreibung:
Was wäre, wenn wir urbane Räume so gestalten und entwickeln würden, dass sie nicht nur Bewegung, Konsum und Erholung ermöglichen, sondern vielfältige Formen von Liebe schützen und nähren? Eine Topologie der Liebe versteht Stadt nicht als Ansammlung von Gebäuden und Infrastrukturen, sondern als ein Netzwerk potenzieller Beziehungen und macht deren Entstehung zur gestalterischen Aufgabe. Mit Urban LoveScapes erforschen wir spielerisch, welche Orte in der Stadt schon heute eine wichtige Rolle für liebevolle Beziehungen spielen und welche Potenziale in unscheinbaren oder obsoleten Orten stecken. Dabei kombinieren wir sozialwissenschaftliche Methoden (Befragung, Interviews) mit künstlerischen und experimentellen Formaten. An einigen Tagen werden wir dafür Exkursionen an verschiedene Orte in Berlin unternehmen. Auf Grundlage unserer Beobachtungen und im Diskurs mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen erarbeiten wir spekulativ Visionen, Bilder und Szenarien für liebevollere urbane Zukünfte und reflektieren diese kritisch in Bezug auf mögliche individuelle, gesellschaftliche und planetare Konsequenzen. Wir verstehen Liebe nicht nur als Gefühl, sondern als eine verantwortungsbewusste Praktik, die vielfältige Formen annehmen kann. Sie ist nicht nur ein privates Thema, sondern auch ein politisches, da unsere Art zu Lieben von gesamtgesellschaftlichen Phänomenen wie dem Patriarchat, der Globalisierung oder dem Kapitalismus geprägt wird. Konkret berücksichtigen wir vielfältige Formen der Liebe und ihre möglichen Wechselwirkungen, wie Liebe zu Mitmenschen, zu anderen Lebewesen und zur Natur, Selbstliebe, „romantische“ Liebe in Paar(+)-Beziehungen und Freundschaften z.B. zwischen Kulturen, Milieus, Geschlechtsidentitäten, Generationen und politischen Lagern. Als Produkt entwickeln wir in Einzel- oder Teamarbeiten Fanzines mit Erkenntnissen und Visualisierungen aus dem gesamten Prozess und präsentieren diese Ergebnisse im Rahmen einer gemeinsam organisierten Veranstaltung. Der Kurs ist interdisziplinär und bewegt sich zwischen Design, Stadtforschung und Zukünfte-Psychologie. Vorkenntnisse setzen wir nicht voraus.

Zusätzliche Informationen:
Offen für EMW-Studierende. Bitte beachten: Hoher Workload (10 CP!) !!!!! Bitte dazu einschreiben bei Incom (nicht hier!) UND die Dozierende per Mail anschreiben !!! https://fhp.incom.org/workspace/11577 Beginn: 6.4.!
 
   
Climate Community Streetplay

Dozent: Prof. Myriel Milicevic
Termin: Donnerstag, 14:00 – 18:30
Ort: FH D005
SWS: 6
Studiengang: BA, MA
Module (BA): 10
Module (MA): 8
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 10
Zielgruppe: EMW
Teilnehmerbegrenzung: 3

Beschreibung:
In diesem Kurs richten wir die Aufmerksamkeit auf die sozialen, gesundheitlichen und ökologischen Dimensionen städtischer Gemeinschaften im Kontext des Klimawandels. Die sich langsam, aber stetig verstärkenden Auswirkungen wie Hitzestress zwingen Gemeinden dazu, sich auf die Folgen steigender Temperaturen vorzubereiten. Neben Anpassungen der städtischen Infrastruktur müssen Gemeinschaften auch selbst gestärkt werden, indem informeller Austausch, lokale Kommunikation und Unterstützungsnetzwerke gefördert werden. Diese Climate Communities verbinden sowohl Menschen, als auch Pflanzen und Tiere, denn das menschliche Wohlbefinden ist untrennbar mit Ökosystemen und anderen Lebewesen verwoben. Ziel ist es, Straßenspiele zu entwickeln und zu gestalten, die verschiedene Challenges, Strategien und Zusammenhänge der Klimaanpassung im Hinblick auf diese Gemeinschaften vermitteln und zum Handeln anregen. Die entwickelten Spiele werden wir im Rahmen der World Design Capital 2026 in Frankfurt a.M. auf die Straße bringen. Bäume während Dürreperioden schützen, Hitzeinseln in Cooling Spots verwandeln, sich mit Tieren und Pflanzen verbünden, als Hitzewelle Mitspieler*innen vor sich hertreiben, Tiere bei Überschwemmungen retten, gegen die Versiegelung von Grünflächen um die Wette rennen, oder aus der Perspektive von Bestäubern Oasen entdecken… Spiele können Straßen in andere Welten verwandeln. Sie machen urbane Herausforderungen des Klimawandels erfahrbar und eröffnen Spieler*innen gemeinschaftliche Handlungsräume. Kursstruktur Im ersten Teil des Kurses wollen wir in einem Stadtteil die sozio-ökologischen Auswirkungen im Klimawandel aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten und ihre Zusammenhänge visualisieren. Wir fragen: Wie und wo sind Menschen und andere Lebewesen von der Klimaerwärmung betroffen und wie könnten sie sich gegenseitig unterstützen? Wie können wir diese bestehenden, aber auch potenziellen Netzwerke mit ihren räumlichen, sozialen und natürlichen Beziehungen verstehen und spielerisch vermitteln? Aufbauend auf den Erkenntnissen zu den Herausforderungen lokaler Climate Communities werden wir dann im zweiten Teil in Teams an spezifischen Aspekten arbeiten und konkrete Konzepte für Straßenspiele entwickeln. Diese sollen sich an Menschen jeden Alters richten. Das spielerische Format und die gestalterische Umsetzung sollen dazu beitragen, das Bewusstsein für die Themen auf überraschende und nicht konfrontative Weise zu schärfen und im Idealfall Menschen aus der Nachbarschaft für weitere Aktivitäten zusammenbringen. Dieser Kurs fördert einen Non-Human-Centered-Design-Ansatz und ermutigt zu kreativen, spielerischen und experimentellen Ideen für das Verständnis des Zusammenlebens in der Klimakrise. Durch Recherchen, Beobachtungen, Literatur und theoretische Inputs wollen wir in gemeinschaftlichen Prozessen Spielideen entwickeln und umsetzen. Bereitschaft zu Teamwork, forschendem Lernen, Dialog, Eigeninitiative und gemeinsamer Umsetzung bei WDC in Frankfurt sind essenziell. Der Kurs findet in Kooperation mit der Frankfurt UAS, Stadtforschung / Prof. Paola Alfaro d’Alençon und Johann Grunenwald sowie gemeinsam mit Studierenden Bachelor Stadtplanung statt. Inhaltlich werden wir begleitet u.a. von Herbert Lohner, BUND Berlin und Katja Stephan, Soziale Arbeit. Climate Community Streetplay ist ein Projekt von Myriel Milićević und der Spieldesignerin Ruttikorn Vuttikorn Erstmals im Sommersemester 2022 durchgeführt, wurde es seitdem in Deutschland und Thailand weiterentwickelt und in internationalen Publikationen und auf Konferenzen vorgestellt. HINWEIS: Dieser Kurs umfasst zwei Blocktermine! Die Teilnahme ist Voraussetzung und mit Anmeldung zum Kurs verbindlich. Samstag 02.05. - Sonntag 03.05. (Feiertag 1. Mai!) Gemeinsame Aktivitäten mit Studierenden aus Frankfurt und Potsdam in Berlin. Mittwoch 01.07.- Sonntag 05.07. Climate Community Streetplay at Kulturcampus, Frankfurt a.M. Der Kurs wird finanziell unterstützt und sollte sämtliche Unkosten decken. Rechnet dennoch ggf. mit einem Eigenanteil (ca. 100 Euro).

Zusätzliche Informationen:
Offen für EMW-Studierende. Bitte beachten: Hoher Workload (10 CP!) !!!!! Bitte dazu einschreiben bei Incom (nicht hier!) UND die Dozierende per Mail anschreiben !!! https://fhp.incom.org/workspace/11576 Beginn: 7.4.!
 
   
Experimentelle Kartografie

Dozent: Prof. Myriel Milicevic
Termin: Montag, 10:00 – 15:30
Ort: FH D308
SWS: 6
Studiengang: BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 10
Zielgruppe: EMW
Teilnehmerbegrenzung: keine

Beschreibung:
Karten genießen unser Vertrauen als objektive Darstellungen der Welt. Sie begegnen uns täglich in den unterschiedlichsten Situationen: sie geben uns Orientierung, bilden die Grundlage für zukünftige Planungen und politische Entscheidungen, kündigen das Wetter von morgen an oder ganze Szenarien der Klimaentwicklung. Karten beeinflussen nicht nur, wie wir die Welt sehen, sondern auch wie wir uns durch sie hindurchbewegen und sie verändern. Dass Karten keine neutrale Repräsentation darstellen, wird schon mit der Mercator Projektion deutlich, die seit Jahrhunderten ein verzerrtes Weltbild prägt. Als Gestalter*innen wiederholen wir oft Konventionen, ohne zu hinterfragen, welche weiteren Botschaften dabei noch mit kommuniziert werden. Was wird gezeigt, was bleibt verborgen? Welche Daten werden dargestellt und für wen? Dieser Kurs ist eine experimentelle Auseinandersetzung mit gestalterischen, aber auch sozialen und gesellschaftlichen Fragen. Welche Geschichten räumlicher Zusammenhänge wollen wir erzählen? Dabei geht es vor allem auch um das Kartieren als Prozess. Dafür werden wir hinausgehen, um öffentliche Räume aus verschiedenen Perspektiven zu beobachten und selbst Eindrücke zu sammeln, eigene Maßstäbe und Vermessungsinstrumente entwickeln, Beispiele aus Kultur und Wissenschaft diskutieren, die eigene Wahrnehmung sensibilisieren, und gestalterische Gegenvorschläge entwerfen.

Zusätzliche Informationen:
Offen für EMW-Studierende. Bitte beachten: Hoher Workload (10 CP!) !!!!! Bitte dazu einschreiben bei Incom (nicht hier!) UND die Dozierende per Mail anschreiben !!! https://fhp.incom.org/workspace/11614
 
   
Basics Interface 01|26

Dozent: Prof. Boris Müller
Termin: Donnerstag, 10:00 – 13:00
Ort: FH D226
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 10
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projektseminar
Leistungspunkte: 10
Zielgruppe: EMW
Teilnehmerbegrenzung: 10

Beschreibung:
Dieser Kurs stellt eine grundlegende Auseinandersetzung mit den zentralen Themen des Interfacedesigns dar. Ausgehend von einer Reihe von Entwürfen und Experimenten wird die Herangehensweise an gestalterische Probleme im Interfacedesign vermittelt. Konkret werden im Kurs die Themen Screen-Design, grafische User-Interfaces, Visualisierung und Semiotik behandelt. Dabei steht insbesondere die Verbindung von theoretischem Input und praktische Übungen im Mittelpunkt. Weiterhin wird ein Überblick auf die Geschichte des Interfacedesigns gegeben.

Zusätzliche Informationen:
Offen für EMW-Studierende. Bitte beachten: Hoher Workload (10 CP!) !!!!! Bitte dazu einschreiben bei Incom (nicht hier!) UND die Dozierende per Mail anschreiben !!! https://fhp.incom.org/workspace/11544 Prüfungsleistung: 3 Kurzaufgaben, Präsentation und Dokumentation Beginn: 7.4.!
 
   
Modul 11: Freie Projektarbeit (betreut)
 
   
Printmagazin "Seitenspiel"

Dozenten: Prof. Dr. Heiko Christians, Torsten Schöbel
Termin: Termin noch nicht bekannt
Ort: UP / FHP
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Freies Projekt
Leistungspunkte: 10
Zielgruppe: BA-EMW
Teilnehmerbegrenzung: 5

Beschreibung:
Ziel ist die Fortführung des Projektes "Seitenspiel" als graphisch und inhaltlich anspruchsvolles Printmagazin für die Studierenden der Europäischen Medienwissenschaft. Nach Übergabe durch die Redaktion der letzten Nummer bildet sich ein neues Redaktionsteam, das unter inhaltlicher Betreuung und Budgetplanung seine eigenen Themenschwerpunkte und Gestaltungsideen umsetzen kann.

Zusätzliche Informationen:
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung. Die Anmeldung für die freie Projektarbeit bzw. Mitarbeit im neuen Redaktionsteam findet zum Wintersemester statt. Die Projektzeit verteilt sich auf das WS und SoSe.
 
   
RetroMediaLab (Freie Projektarbeit)

Dozent: Dr. Kai Knörr
Termin: Betreuungstermine tba
Ort: Neues Palais Haus 1
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Projekt
Leistungspunkte: 10
Zielgruppe: BA-EMW
Teilnehmerbegrenzung: 5

Beschreibung:
Das RetroMediaLab steht allen Studierenden offen, die Lust haben, sich im Rahmen einer Freien Projektarbeit in kleiner Gruppe ausgiebig mit Analog-Medien und den sie umgebenden Diskursen um Analog-Digital-Retro zu beschäftigen. Erkunden Sie Analogfilm+Dia, Camcorder von 1984 und 1996, Röhrenmonitore, analoge Bildmischung, Tonband/MC, Schallplatte+Phonograph, Retro-Baukästen und überführen Sie Signale aus Analog mit entsprechenden Controllern nach Digital und zurück. Auch Computer, Matrixdrucker und ggf. Spiele aus den 1990er Jahren können ausprobiert werden. Wie lässt sich eine RetroMedien-Erfahrung jenseits toter Objektifizierung im Museum bewahren bzw. dokumentieren? Ziel des Projekts soll die Entwicklung eines performativen bzw. dokumentarischen Formats sein.

Zusätzliche Informationen:
Interessierte schreiben bitte bis zum Ende der Einschreibewoche eine Mail an knoerr@uni-potsdam.de!
 
   
Freie Projektarbeit (betreut)

Dozenten: Prof. Dr. Heiko Christians, Prof. Dr. Jan Distelmeyer, Prof. Dr. Kathrin Friedrich, Prof. Winfried Gerling, Prof. Dr. Nico Heise, Dr. Kai Knörr, Dr. Susanne Müller, M.A. Judith Pietreck, Prof. Anne Quirynen, M.A. Alexander Schindler, Prof. Dr. Birgit Schneider, Torsten Schöbel, Dr. Katrin von Kap-herr, M.A. Anna Zaglyadnova
Termin: nach Vereinbarung
Ort: FHP / UP
SWS: 4
Studiengang: BA
Module (BA): 11
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart: Freie Projektarbeit (betreut)
Leistungspunkte: 10
Teilnehmerbegrenzung: 5

Beschreibung:
Ziel ist die Entwicklung erster kleinerer freier Forschungsvorhaben oder eigenständiger Projektentwicklung bzw. auch von Kooperationen mit anderen Institutionen und Antragstellungen aus studentischer Initiative mit Recherche und theoretisch-praktischer Begleitung durch einen Lehrenden.

Zusätzliche Informationen:
Bitte setzen Sie sich rechzeitig mit einem der Lehrenden in Verbindung
 
   
Modul 13: Kolloquium
 
   
Kolloquium

Dozent: Prof. Dr. Birgit Schneider
Termin: mittwochs 12-14 Uhr
Ort: Neues Palais 11.2.22
SWS: 2
Studiengang: BA
Module (BA): 13
Pflichtveranstaltung: -
Veranstaltungsart:
Teilnehmerbegrenzung: 25

Beschreibung:
Das Kolloquium ist als Diskussionsforum und Abschlusshilfe für alle gedacht, die an ihrer BA-Arbeit arbeiten. Das Seminar wird Sie in dieser besonderen Phase Ihres Studium intensiv begleiten. Jeden Mittwoch ist während der 90 min. viel Raum für alle Fragen rund um die Abschlussarbeit, wir werden Schreibübungen machen, uns verschiedene Zeit- und Projektpläne anschauen und jede Menge Feedback zu allen konkreten Fragen geben. Das Kolloquium ist außerdem im Sinne des co-teachings entwickelt, indem thematisch passende Kleingruppen gebildet werden. Bis zur ersten Sitzung laden bitte alle TeilnehmerInnen ein PDF des Exposés ihrer BA-Arbeit in der Virtuellen Lehre hoch.

Zusätzliche Informationen:
Obligatorisch für alle, die in diesem Semester ihre BA-Arbeit anfertigen.