27.06.2017 | 16:00 - 18:00 | Videospiele als didaktische Herausforderung - Ringvorlesung/DIGAREC-Lecture Series
 
 
+++ Achtung+++
Die Vorlesung von Stephan Günzel am 27.6.2017 entfällt leider.

Mit zunehmender Schnelligkeit etablieren sich neue Medien, Kommunikationsmittel und Kunstformen innerhalb unserer Gesellschaften. Oft sind es Jugendliche, die sich als „digital natives“ unbefangen auf diese Entwicklungen einlassen können. Der Ruf nach einem kritischen Umgang mit Medien, einer systematischen Medienerziehung und Medienbildung wird seit geraumer Zeit formuliert. Allerdings existieren bisher wenige Bemühungen die angehenden Pädagoginnen und Pädagogen mit entsprechenden Methoden, Ideen und Materialien auszustatten.

Die Idee für die Ringvorlesung entstand aus dem Gespräch mit Lehramtsstudierenden, die auf die oben erwähnten Desiderate aufmerksam machten. In dieser Ringvorlesung wird daher das Wissen über Computerspiele aus den Medienwissenschaften, den Game Studies sowie der Medienforschung direkt an die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung angebunden. Ihr Ziel ist die Untersuchung der Einsetzbarkeit von Computer- und Videospielen im schulischen Unterricht und für Aktivitäten in außerschulischen Jugendeinrichtungen. Die Referentinnen und Referenten werden aus den jeweiligen Perspektiven ihrer Fachdisziplinen konkrete Methoden und Anwendungsmöglichkeiten anhand von ausgewählten Computerspielen erörtern. Schwerpunkt des Interesses bilden dabei Videospiele, die in erster Linie zur Unterhaltung eingesetzt werden, da der Einsatz von „Serious Games“/“Educational Games“ in jüngster Zeit schon breiter wahrgenommen wird.

Die Vorträge werden jeweils etwa 50 Minuten dauern, um in einem anschließenden Austausch genügend Raum für Fragen, Diskussionen und Ideen anzubieten.


Vorläufige Termine und Themen (Änderungen vorbehalten)

18.4.2017 Einführung Prof. Dr. Nathanael Riemer und Dr. Sebastian Möring

25.4.2017 Prof. Dr. Heiko Christians (Universität Potsdam): „Historische Medienbildung als Zukunftsperspektive in Schule und Universität. Ein Vorschlag”

2.5.2017 Dr. Sebastian Möring (Universität Potsdam/ Digital Games Research Center): ”Was verstehen wir, wenn wir Computerspiele spielen? Zur Hermeneutik des Computerspielens

9.5.2017 Prof. Dr. Jan Distelmeyer (FH Potsdam): „Kontrollieren. Zur Interaktivität von Computerspielen”

16.5.2017 Heiko Brendel, M.A., M.S.Sc.(Universität Potsdam) “4X-Geschichtsspiele im Schulunterricht – Eine Brücke zwischen Geschichte, Geografie und Politischer Bildung?”

23.5.2017 Prof. Dr. Judith Ackermann (FH Potsdam): “Beeinträchtigungen spielerisch erfahrbar machen. Mit Computerspielen das Thema ‘Inklusion’ im Unterricht behandeln.”

30.5.2017 Prof. Dr. Rune Nielsen (IT-Universität Kopenhagen)”Video Game Addiction: a historical and critical analysis”

6.6.2017 Manuela Pohl, M.Ed. (Universität Potsdam): “‘The game is afoot!’: Zum Potential von Computerspielen im Englischunterricht”

13.6.2017 Paul Dalg (Leiter USK.online): ”Spielverderber Jugendschutz – Juristische und praktische Grenzen beim Einsatz von Videospielen im Schulunterricht”

20.6.2017 Martin Thiele-Schwez, M.A. (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig/Playing History):”Playing History – wie wir mit Spielen Geschichte(n) vermitteln”

27.6.2017 FÄLLT LEIDER AUS!
Prof. Dr. Stephan Günzel (BTK – Hochschule für Gestaltung) ”Das Bild des Computerspiels im Kunstunterricht”

4.7.2017 Dr. André Czauderna (Cologne Game Lab, TH Köln): „Möglichkeiten des Einsatzes von Computerspielen im Politikunterricht am Beispiel von Democracy 3”

11.7.2017 Melanie Fritsch, M.A. (Universität Bayreuth): „Gitarrensimulanten und Daumenartisten? Überlegungen zum Einsatz von Computerspielen im Musik-, Instrumental- und Sportunterricht”

18.7.2017 Prof. Dr. Nathanael Riemer (Universität Potsdam): ”Mit den Göttern zocken. Religion in Computerspielen. Einsatzmöglichkeiten und Grenzen im Unterricht”

25.7.2017 Abschlussklausur
 

Zeit:

18.04.2017 – 18.7.2017,
jeden Dienstag 16:00-18:00Uhr

Wo:

Am Campus Neues Palais
Hörsaal 1.09.1.14



Zusätzliche Informationen:


Die Veranstaltung wird gemeinsam organisiert von Prof. Dr. Nathanael Riemer und Dr. Sebastian Möring und ist eine Zusammenarbeit von  DIGAREC mit dem Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft der Universität Potsdam, dem Kooperationsstudiengang Europäische Medienwissenschaft (EMW), der Fachhochschule Potsdam (FHP) sowie dem Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften (ZeM).
X
 
   
14.07.2017 | 14:00 - 21:00 | WERKSCHAU 2017 der FHP am 14 & 15 Juli
 
 
Jahresausstellung der Studiengänge Design, Europäische Medienwissenschaft und Stadt | Bau | Kultur an der Fachhochschule Potsdam.

Am 14. und 15. Juli 2017 präsentiert der Fachbereich Design der FH Potsdam in seiner jährlichen Werkschau die Ergebnisse der Seminare, Projekte und Kooperationen des Sommersemesters 2017. Erstmalig wird ein Teil des Lehrangebotes unter einem gemeinsamen Semesterthema gebündelt: »Politiken des Designs«.
Dazu gibt es ein umfangreiches Programm aus Ausstellung, Kunst und Kultur. Wir bereiten fleißig vor und freuen uns, wenn ihr im Juli dabei seid!

Zeit
14.07.2017 + 15.07.2017
Freitag ab 14Uhr
Samstag ab 11Uhr

Ort
Campus Fachhochschule Kiepenheuerallee 5 14469 Potsdam
mehr   >>
 
   
22.06.2017 | 10:00 - 14:00 | Monitoring
 
Screenshot

 

Workshop mit Sven von Reden und Jan Distelmeyer

Der Workshop behandelt das bislang noch wenig diskutierte Aufkommen der Desktop-Filme, die in unterschiedlicher Form – vom Thriller Open Windows über den Horror-Film Unfriended bis zum Essay Transformers: A Premake – den Computermonitor und seine Interfacegestaltungen als Filmschauplatz nutzen. Wir diskutieren dieses Phänomen mit dem Filmkritiker Sven von Reden, der sich als Stipendiat des Siegfried-Kracauer-Preises 2015 mit Desktop-Filmen auseinandergesetzt hat. Wenn, so von Reden, „in der Folge von Siegfried Kracauer oder André Bazin das Kino eher als 'Fenster zur Welt' zu verstehen“ ist, wohin führt uns dann "dieses neue Genre, in dem ausschließlich das zu sehen ist, was sich auf dem Bildschirm eines Computers abspielt“? Diese und weitere Fragen wird der Workshop anhand von Beispielen der Desktop-Filme bearbeiten.

Sven von Reden arbeitet als Redakteur und Autor in Köln. Studium der Anglo-Amerikanischen Geschichte, Mittleren und Neueren Geschichte und Kunstgeschichte in Köln. Seit 1997 Filmkritiker u.a. für die tageszeitung, Der Standard, Berliner Zeitung, Welt am Sonntag, Spex. Seit 1998 Filmredakteur der StadtRevue – Das Monatsmagazin für Köln. Seit 2005 Mitarbeiter des Film Festival Cologne. 2005 bis Ende 2012 Autor für das 3sat Kinomagazin, u.a. Sendungen über Christian Petzold, Ken Loach, Apichatpong Weerasethakul und Todd Haynes.

Ort
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Hermann-Elflein-Straße 18 
14467 Potsdam

mehr   >>
 
   
12.07.2017 | 18:00 - 20:00 | Vortragsreihe: Feeling Out of Joint: Das Unbehagen an der Affektpolitik
 
 
(ZeM neue Adresse: Hermann-Elflein-Straße 18, 14467 Potsdam)

Im Fokus stehen gegenwärtige Phänomene des Affektiven in den sozialen
Medien und in der Politik. In Anbetracht der psychischen Gewalt im Netz und
einer auf Emotionen beruhender Politik sollen Methoden der Affektregulation
befragt werden.

In den letzten Jahren haben sich die sogenannten social media zunehmend als
Beförderer antisozialen und antisolidarischen Verhaltens entpuppt. Begonnen
hat dies zunächst mit dem exzessiven Gebrauch der sozialen Medien als
narzisstische (Re–)Präsentationsforen. Doch die kulturkritischen Anklagen
dieses Verhaltens lesen sich heute bereits als Reminiszenzen an eine
vergangene Zeit der Harmlosigkeiten. Denn die Verbreitung von Neid, Wut und
Hass (also von territorialisierenden Affekten im Sinne von
Deleuze/Guattari) hat im Internet zuletzt geradezu epidemische Ausmaße
angenommen – und die psychische Gewalt, die hierbei ausgeübt wird, hat
oftmals auch den Ausbruch physischer Gewalt zur Folge. Dazu kommt eine
neuerdings auch in der Politik in Mode gekommenes Beharren auf »gefühlten
Wahrheiten«, die in verstörender Faktenresistenz auf die Autorität des
jeweils sich meldenden Affekts pocht.
Diese Entwicklungen machen die Frage nach der »Ordnung der Gefühle« wieder
relevant, die im akademischen »Begehren nach dem Affekt« der letzten Dekade
wohl zu wenig beachtet wurde. Warum versagen die Kulturtechniken der
Affektregulation auf einmal in so massivem Ausmaß? Welche neuen Methoden
der Affektregulation emergieren jetzt gerade? Handelt es sich dabei jeweils
um Top-Down oder um Botton–Up–Methoden, oder lässt sich dieses
hierarchische gar nicht mehr zielführend anwenden?


Konzept und Organisation: Bernd Bösel (Universität Potsdam), Marie-Luise Angerer (Universität Potsdam)

Zeitraum:
27.04. 2017– 12.07.2017

27.04.2017 um 18.00 Uhr
Veronika Zink: Gefühlsordnungen der Unzufriedenheit. Affektpolitiken und
Emotionsregime des Dissens

18.05.2017 um 18.00 Uhr
Pasi Valiaho: Passion, Projection, Speculation ca. 1700 (in englischer Sprache)

15.06.2017 um 18.00 Uhr
Markus Rautzenberg: Was Affektpolitik gewesen sein wird

12.07.2017 um 18.00 Uhr
Jan Slaby: Affekt und Politik. Philosophische Sondierungen

Ort:
Achtung! Das ZeM zieht im April um. Die neue Adresse lautet:
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Hermann-Elflein-Straße 18
14467 Potsdam
mehr   >>
 
   
15.06.2017 | 18:00 - 20:00 | Vortrag Prof. Dr. Markus Rautzenberg: "Sprünge ins Ungewisse – Zum Verhältnis von Spiel, Affekt und Arbeit"
 
 
Der Vortrag wird von einer zukünftigen Perspektive aus versuchen einen theoriehistorischen (Rück-)Blick darauf zu werfen, was Affektpolitik vielleicht einmal gewesen sein wird. Diese Form theoretischer Science-Fiction soll dann in eine Prognose zum Verhältnis von Spiel und Arbeit in nicht allzu ferner Zukunft münden.

Dr. Markus Rautzenberg ist Professor für Philosophie an der Folkwang Universität der Künste und ist Mitglied des DFG-Netzwerks "Affect- and Psychotechnology Studies" (Universität Potsdam). Seine Forschungsschwerpunkte sind Medientheorie, Bildtheorie, philosophische Ästhetik und Games Studies, zu den jüngeren Forschungsinteressen zählen der Spekulative Realismus, Fotografietheorie und Affekt- und Psychotechnologien. Wichtigste Veröffentlichungen: Die Gegenwendigkeit der Störung. Aspekte einer postmetaphysischen Präsenztheorie, Zürich-Berlin 2009; Ungründe. Potenziale prekärer Fundierung, hg. mit Juliane Schiffers, Paderborn 2016; The Beauty of Theory. Zur Ästhetik und Affektökonomie von Theorien, hg. mit Joachim Küpper, Mirjam Schaub und Regine Strätling, München 2013.

Der Vortrag findet im Rahmen der Reihe "Feeling Out of Joint? – Das Unbehagen an der Affektpolitik" statt. Konzept und Organisation: Dr. Bernd Bösel (Universität Potsdam) und Prof. Dr. Marie-Luise Angerer (Universität Potsdam)


Zeit:
18:00 - 20:00Uhr

Ort:
ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Hermann-Elflein-Straße 18 14467 Potsdam


Vorschau auf den letzten Termin der Reihe: 12.07.2017 | 18:00 - 20:00 | Prof. Dr. Jan Slaby (FU Berlin): "Affekt und Politik - Philosophische Sondierungen"
mehr   >>
 
   
01.06.2017 | 20:30 - 00:00 | Buchvorstellung mit Marie-Luise Angerer | Berlin & Wien
 
 
Vorstellung und Diskussion des Buches Affektökologie. Intensive Milieus und zufällige Begegnungen (2017) mit Marie-Luise Angerer.

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lassen sich medientechnologische Verschiebungen beobachten, die das Denken des Humanen in besonderer Weise berühren. Diese verdichten sich heute in einer relationalen Neu–Organisation von Gesellschaft und Psyche über eine Ökologie des Affektiven. Aus dem Unbewussten wird in dieser Perspektive ein Nichtbewusstes, über das sich das organische und technische Leben auf neue intensive Weise verbinden. Der Affekt wird in dieser Sehweise zu einem neuen Schwellenbegriff, der den Körper medientechnisch und –politisch auf neue Weise anschlussfähig macht, sodass lebendige und technische Organismen begonnen haben, intensive Milieus auszubilden.

Berlin

Zeit:
Donnerstag, 01. Juni 2017, 20:30 Uhr
Ort:
Pro qm
Almstadtstraße 48-50, 10119 Berlin


Wien

Zeit:
Donnerstag, 22. Juni 2017, 18:00 Uhr
Ort:
Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft UZA II,
Rotunde Althanstraße 14, 1090 Wien
mehr   >>
 
   
Vorlesungsverzeichnis und Einschreibung im Sommersemester 2017
 
 
Das Vorlesungsverzeichnis (BA und MA EMW) für das SoSe 2017 ist nun auf der Website einsehbar.

Die Einschreibung für die Kurse der EMW im Sommersemester 2017 beginnt direkt über die EMW-Website am Dienstag, den 11. April um 8:00 Uhr und endet am Freitag, den 14. April um 12:00.

Bitte beachten Sie: Bis zur Einschreibung können sich noch Änderungen im Vorlesungsverzeichnis ergeben.

Folgende Seminare beginnen bereits früher:
  • Desiree Förster/ Myriel Milicevic: Deconstructing Clouds - vom Wetterlesen und Klima gestalten (BA/MA) >> Beginn: 4.4.
  • Joana Moll: The Interface, Deconstructed (BA) >> Beginn 12.4.
mehr   >>
 
   
24.04.2017 | 19:00 - 21:00 | Salon für Ästhetische Experimente #2
 
 

Configuring Corporeality: Performing bodies and autonomous machines

Marco Donnarumma, artist, scholar and Research Fellow at Berlin University of the Arts, hosts a one-day symposium investigating the hidden threads across posthuman affect, cognitive robotics, ritual performance and art. Three stakeholders engage in a series of lectures and an ensuing collective conversation so as to offer a transdisciplinary insight into how today's forms of (intelligent?) computation can affect - and be affected by - bodies, machines and the arts. Coupling theory with practice, the event features the exhibition of a prototype for Donnarumma's forthcoming new artwork, an autonomous prosthetic sculpture named Amygdala, as well as a screening documenting the creative process of the artist and his collaborators.

The event is part of Configurations (2016-18), an artistic research project exploring the abject and intimate borders between human and machine through performance, ritual and sound. The project is funded by Graduiertenschule at Berlin U. of the Arts, Berlin Centre for Advanced Studies in Arts and Sciences and Einstein Stiftung Foundation. It is made possible by a partnership with the Neurorobotics Research Laboratory (DE),  a collaboration with Ana Rajcevic Studio (DE/UK), and support from Hack the Body, Baltan Laboratories (NL).

Open to the public, no prior registration is needed.

Invited speakers:

Marie-Luise Angerer
Chair for Media Theory / Media Studies, Institute of Arts and Media, Potsdam University, Berlin, and author of the forthcoming Ecology of Affect (Meson Press)

Irini Papadimitriou
Digital Programmes Manager, Victoria & Albert Museum, and Head of New Media Arts Development at Watermans, London

Manfred Hild
Professor of Digital Systems at the Beuth University of Applied Science, and Head of the Neurorobotics Research Laboratory, Berlin

When?
Monday, 24 April 2017, 7pm

Where?
Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin

[event is held in English]

mehr   >>